Davon ausgehend, dass nicht das Wort, sondern der Buchstabe nach Kurt Schwitters Material (auch) der (Ton)Dichtung ist, zerlegen wir die Wörter bis in seine kleinsten Elemente und spielen mit den Phonemen, die in der Umgangssprache als Naturlaute Bedeutung haben. Zerlegen wir das Wort “Wort” finden wir schon im W das Wienerische Bist a W, dessen Bedeutung wir kennen. Aber mit dem H im Auslaut wird es zur Klage, zum Ausdruck des Schmerzes. Nehmen wir den zweiten Buchstaben, den Vokal O dazu, ergeben sich wieder drei Bedeutungen oder Klangbezeichnungen: w.o. geben, d.h. aufgeben, das Fragefürwort Wo? und das Ausrufwort mit angefügtem DehnungsH: Ohhhhhh. Lassen wir das W weg, ergibt sich ein neues Wort: ORT, indem sich auch das englische or versteckt, aber auch das missbilligende “t”. Wo also ist der Ort für das Wort “Wort”? Das akustisch zu übersetzen, gelingt fast mit jedem Wort unserer Sprache. Und es macht Spaß mit diesem Material zu spielen und so akustische Hörstücke zu fabrizieren, mit denen die Grenzen des Sag- und Hörbaren ausgelotet werden können. Hier ein paar Beispiele, die mit den TeilnehmerInnen der letzten Radiogruppe entstanden sind:
Anagramm: Grammatik
TikTak-TakTik
Onomatopoesia
Internetkürzelslam
Wer von euch Wörter kennt, die sich für solche Sprachspiele eignen, bitte uns melden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Tags:akustische Hörstücke, Hörspiele, Klang, kurt schwitters, umgangssprache, Wortbedeutung











