Hier die Fotos zur mla Verleihung und die Jurybegründung

In unserer Sendung mit dem Titel „Themen, die die Welt nicht braucht“ haben wir uns kritisch mit der Printmedienlandschaft in Österreich beschäftigt – und unter anderem die Frage gestellt, wie Schlagzeilen auf uns wirken. Dazu wurden Überschriften aus Boulevardzeitungen gesammelt und für die Sendung eingesprochen.

Im dichten Nebeneinander der teils skurrilen Headlines wird die dahinterliegende Strategie besonders gut sichtbar: Schlagzeilen sollen zuspitzen, skandalisieren und emotionalisieren. Frei nach dem Motto: Ein bisschen mediale Hysterie hat noch keiner Auflage geschadet. Die Strategien zum Zweck der erhöhten medialen Aufmerksamkeit werden schon längst nicht mehr nur im Printbereich eingesetzt, sondern in allen möglichen medialen Formen, die das Internet hervorbringt.

Der zweite Teil der Radiosendung trägt dieser Entwicklung Rechnung und befasst sich mit der Frage,  welche Veränderungen die Digitalisierung für die Printmedien mit sich bringt. Dazu haben wir uns auf der Straße umgehört und Menschen befragt, deren Statements wir anschließend mit wissenswerten und interessanten Informationen ergänzt haben.

Zum Nachhören auf unserer Homepage: pts3.at

Jurybegründung

„RadioPoly ist Legende“, heißt es zu Beginn des Audios. Infolge setzen sich Schülerinnen und Schüler u.a. mit der Konzentration auf dem Printmedienmarkt und mit seltsamen Schlagzeilen aus dem österreichischen Boulevard auseinander und leisten damit etwas, das man Leserinnen und Leser mancher Artikel häufiger raten würde. „Denkt’s einmal nach, es gibt Wichtigeres auf der Welt“, heißt es etwa über Chronikales. Ganz recht, möchte man wünschen, zum Beispiel die Legende RadioPoly, oder multimedial gesprochen: Ein sehr gelungenes Audio über Print im Digitalen!

Vielen Dank an die Jury! Die Preisverleihung an uns erfolgte durch Konrad Mitschka ( stellvertretender Leiter des Public Value Komptenzzentrums im ORF).

Auf in das 9. Schuljahr mit RadioPoly – lasst euch überraschen, was die heurige Gruppe alles schaffen kann. Medienerziehung hautnah!!!!

cu Gabi Pranieß

RadioPoly ist wieder ein Gewinner

Liebe Freunde von RadioPoly : Jetzt ist es offiziell : RadioPoly hat einen Preis für Audio für die Sendung „Themen, die die Welt nicht braucht“ gewonnen. Gratulation an unsere Kids: Ihr ward super. Die Verleihung des Preises, mla (Media literacy award), findet im MQ, Theater Dschungel, am Donnerstag, 24.10.2019 ab 10:00 Uhr statt. LG an alle

Es ist wieder ein Jahr zu Ende

Wir wollen uns für heuer von Euch verabschieden. Dazu haben wir noch zwei Sendungen, die wir euch präsentieren wollen. Sendetermine auf Ö1 campus für die 3. und 4. Sendung sind :

2.7.2019/ 19:30 Uhr

Themen, die die Welt nicht braucht – eine kritische Auseinandersetzung mit Printmedien
Die Sendung befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung mit Schlagzeilen aus österreichischen Printmedien, was wir uns von Zeitungen erwarten und warum solche Artikel und Meldungen geschrieben werden.

18.7.2019/ 19:30 Uhr

Umweltschutz – Nachhaltigkeitsrevolution

Unsere Sendung soll zum Nachdenken und Diskutieren einladen. Jeder ist angehalten, seinen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Wir haben nur diese eine Welt – und auf die müssen wir sorgsam aufpassen.

Alle Sendungen des heurigen Jahres könnt ihr auch auf unserer Hompage (www.pts3) nachhören – viel Spaß dabei!

Bleibt uns gewogen und bis zum nächsten Jahr

Eure RadioPolys

Themen, die die Welt nicht braucht

Hi, und herzlich willkommen!

Themen, die die Welt nicht braucht! Ja, auch das gibt´s….

Wir haben viel Spaß gehabt, österreichische Tageszeitungen nach ganz eigentümlichen Schlagzeilen zu durchsuchen. Aber wir haben festgestellt, dass auch diese Themen ihre Berechtigung haben. Wenig erstaunlich war die Erkenntnis, dass es Printmedien gegenüber den digitalen Medien immer schwerer haben werden – aber die Leser werden ihnen trotzdem nicht ausgehen.

So, viel Spaß mit unserer Sendung – den Sendetermin auf ö1campus bekommt ihr noch rechtzeitig! Da wir aber lizenzfreie Musik verwenden, kannt du die Sendung auch über unsere Homepage (ptswien3.at) hören.

Die letzte Sendug für heuer ist in Arbeit – ein Thema, das die Welt UNBEDINGT braucht!

LG

Neuer Sendetermin

Unsere Sendung über die AKM und das Urheberrecht geht on air am 21.5. um 19:30 auf ORF campus. Viel Spaß wünschen wir euch beim Zuhören.

Themen, die die Welt nicht braucht … und solche, auf die man nicht verzichten kann!

Wir Radiopolys sind gerade fleißig am Recherchieren für unsere neue Sendung! Wir suchen aus österreichischen Printmedien Schlagzeilen zu „Themen, die die Welt nicht braucht!“ 😉 … und bald machen wir unsere erste Straßenumfrage!

AKM und Urheberrecht

Die zweite Sendung des heurigen Schuljahres befasst sich mit Themen, die uns alle betreffen – egal, ob privat, oder in der Schule.
AKM – Wer oder was ist das? Betrifft es uns als SchülerInnen-Radio? Urheberrecht – was bedeutet das?

Wir bieten euch eine Sendung, die aufklärt und mit Mythen aufräumt.

Demnächst gehen wir auch damit auf Sendung – wir sagen euch rechtzeitg Bescheid.

Bis bald 😉 EURE RadioPolys

Sendung ON AIR

Unsere Sendung über 20 Jahre SchülerInnen-Radio ist fertig. Sie wird am 11.4.2019 auf ORF campus gesendet – Zeit: 19:30 bis 20:00 Uhr!!! Auch auf unserem YouTube Channel PTS Wien 3 kannst Du die Sendung hören.

Nehmt euch die Zeit und schreibt uns eure Kommentare zur Sendung.

LG eure RadioPoly´s 🙂

AKM austromechana

Unser Besuch bei der AKM brachte uns Antworten auf unsere vielen Fragen:

Unser Dank an dieser Stelle an Frau Susanne Lontzen und Herrn Markus Baumgartner, die für die Öffentlichkeitsarbeit und Internetauftritte zuständig sind.

Wir konnten viele neue Begriffe in diesem Zusammenhang kennenlernen:

Tantiemen: Als Tantiemen die auflagenabhängigen Einkünfte von Buchautoren, Musikkomponisten und Designern (insbesondere Produkt-/Möbeldesignern sowie Schriftentwerfern) bezeichnet. Die Beteiligung von Autoren am Erlös der Aufführung ihrer Werke wird ebenfalls Tantieme genannt.
Verwertungsgesellschaft: Eine Verwertungsgesellschaft ist eine Einrichtung, die Urheberrechte oder verwandte Schutzrechte treuhänderisch für eine große Anzahl von Urhebern oder Inhabern verwandter Schutzrechte zur gemeinsamen Auswertung kollektiv wahrnimmt.
Content ID System:  Bei Content ID handelt es sich um ein System bei YouTube, mit dem die Rechte-Inhaber automatisch Videos sperren oder stummschalten können, wenn ihre Rechte dadurch verletzt wurden.

Artikel 13 Urheberrechtsgesetz:
Dies bedeutet, YouTube & Co. werden zum Einsatz von Upload-Filtern gezwungen, um der Haftung zu entgehen. Das bisherige System Content-ID müsste dazu aber erheblich erweitert werden. Derzeit erkennt es nur Musik, zukünftig müsste es alle urheberrechtlich relevanten Inhalte wie Bilder, Videos, Texte etc. erkennen.
Wenn der Upload-Filter als „gut genug“ befunden wird, dennoch aber einmal eine Urheberrechtsverletzung „durchrutscht“, dann müsste YouTube sofort reagieren und den Inhalt löschen bzw. sperren und außerdem alles tun, um zukünftig gleichartige Rechtsverletzungen zu verhindern .

Hintergrund für die ganze Aufregung über Artikel 13 Urheberrechtsgesetz ist die geplante Urheberrechtsreform, die gerade in den Verhandlungen steckt. Vor einiger Zeit hatte sich das EU-Parlament für die Verschärfung der Richtlinien des europäischen Urheberrechts ausgesprochen.
Ähnliche Filter laufen bereits bei YouTube.
Bislang sieht die Rechtslage für diese grundsätzlich legalen Plattformen so aus, dass für sie nur eine Haftung als sog. „Störer“ auf Unterlassung in Betracht kommt. Daher ist es bislang grundsätzlich so, dass Plattformen erst für eine Urheberrechtsverletzung haftbar gemacht werden können, wenn sie auf diese aufmerksam gemacht wurden und dann nicht reagieren. Eine Vorab-Kontrolle war grundsätzlich nicht vorgesehen.

Um der Haftung zu entgehen, müssen die Plattformen nach diesem Entwurf Lizenzvereinbarungen schließen und mit „wirksamen Inhaltserkennungstechniken“ prüfen, ob diese auch eingehalten werden – hier ist also mehr oder weniger die Rede von den umstrittenen Upload-Filtern. Wenn es keine Lizenzen gibt, müssen die Inhalte geblockt werden. Geschieht dies nicht, haftet YouTube, weil vorgetäuscht wird, die Plattform hätte die Rechtsverletzung selbst begangen.

Ja, das waren viele Informationen, die wir euch da bieten konnten, wenn ihr einmal einen eigenen Radiosender machen wollt. Für uns war es ein einmaliges Erlebnis, auch zu erfahren, welche Aufgaben die AKM übernimmt und worauf wir in Zukunft aufpassen müssen.

So hört rein in unsere Sendung – den Ausstrahlungstermin geben wir euch hier noch rechtzeitg bekannt.
Liebe Grüße von uns und bis bald – eure Radiopolys 🙂

LLP Legal Literacy Project – das Urheberrecht

Das Legal Literacy Project Wien ist eine NGO, welche als Verein im Februar 2014 von Wiener Jus-Studierenden gegründet wurde und sich der Herausforderung stellt, rechtliches Grundwissen (engl. „legal literacy“) in der Gesellschaft zu fördern. Denn nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch effektiv wahrnehmen.
Durch interaktive Workshops zu aktuellen und spannenden juristischen Themen wollen wir dieses grundlegende rechtliche Wissen insbesondere an Schulen (14-19 Jährige) vermitteln.
Wir sind davon überzeugt, dass nur, wenn der/die Einzelne einen Überblick über das Rechtssystem sowie über seine/ihre Rechte und Pflichten hat, er/sie diese auch wahrnehmen kann. Legal Literacy stellt aber nicht nur einen Gewinn für den/die Einzelne/n dar. Es ist auch für eine funktionierende Demokratie von großer Bedeutung.

https://www.legalliteracy.at/

Auch wir durften an einem Workshop teilnehmen – vielen Dank an dieser Stelle an die Studierenden Susanne Gstöttner und Martin Miernicki, die uns das Urheberrecht verständlich und interessant nähergebracht haben.
Unter anderem haben wir viele neue Inputs bekommen über:
Was ist ein Werk?
Was ist ein Urheber?
Wie ist das mit der Vervielfältigung und Verwendung von geschützten Werken?

Die Homepage der AKM austromechana gibt verständlich das Wichtigste des Gesetzestextes des Urheberrechtes wieder:
https://www.akm.at/

Das österreichische Urheberrechtsgesetz (in der Folge kurz als UrhG bezeichnet) regelt sowohl das Urheberrecht im engeren Sinn, dessen Schutzgegenstand das Werk ist, als auch die sog. verwandten Schutzrechte, auch Leistungsschutzrechte oder Nachbarrechte genannt.

Urheber

Da Urheber eines Werkes ist, wer es geschaffen hat, kann der Urheber nur eine natürliche (physische) Person sein. Es gibt daher kein originäres Urheberrecht juristischer Personen; allenfalls können sie Träger abgeleiteter Rechte sein.

Auch bei einem im Auftrag oder im Dienstverhältnis geschaffenen Werk ist der jeweilige Auftrag- oder Dienstnehmer der Urheber. Welche Rechte der Auftraggeber bzw. Dienstgeber erwirbt, regelt grundsätzlich der konkrete Vertrag, in Ausnahmen das Gesetz (z.B. § 40b bei Computerprogrammen).

Entstehen und Dauer

Das Urheberrecht entsteht mit dem Realakt der Schaffung, ein Formalakt wie eine Registrierung, Anmeldung o.ä. ist nicht erforderlich.

Das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. des letztlebenden Miturhebers (sog. Schutzfrist). Danach spricht man von freigewordenen Werken.

Werkbegriff

Was ist nun ein Werk im urheberrechtlichen Sinn und somit vom Schutz des UrhG erfasst? Es muss sich um eine eigentümliche (Stichwort Individualität) geistige Schöpfung handeln und diese muss den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste oder der Filmkunst zuordenbar sein.

Werke der Tonkunst:

Schlager, Sinfonie, Oper, Filmmusik, Musik in Computerspielen, etc.

Schutz von Werkteilen

Ein Werk genießt als Ganzes und in seinen Teilen urheberrechtlichen Schutz.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die immer wieder angesprochene „generelle Freiheit, einige Takte bzw. eine bestimmte Sekundenanzahl eines geschützten fremden Musikwerkes verwenden zu können“, nicht der rechtlichen Situation entspricht!

Bearbeitungen

Geschützt sind nicht nur Originalwerke, sondern – soweit sie eigentümliche geistige Schöpfungen darstellen – auch Bearbeitungen. Der Bearbeiter braucht zur Verwertung seiner Bearbeitung (nicht zur Bearbeitung an sich) die vorherige Zustimmung des Rechteinhabers (Urheber bzw. Verlag) des geschützten bearbeiteten Werkes.

Auszüge aus diesem Gesetz:

Vervielfältigung zum eigenen und zum privaten Gebrauch

§ 42. (1) Jedermann darf von einem Werk einzelne Vervielfältigungsstücke auf Papier oder einem ähnlichen Träger zum eigenen Gebrauch herstellen.

(2) Jedermann darf von einem Werk einzelne Vervielfältigungstücke auf anderen als den in Abs. 1 genannten Trägern zum eigenen Gebrauch zu Zwecken der Forschung herstellen, soweit dies zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke gerechtfertigt ist.

(3) Jedermann darf von Werken, die im Rahmen der Berichterstattung über Tagesereignisse veröffentlicht werden, einzelne Vervielfältigungsstücke zum eigenen Gebrauch herstellen, sofern es sich nur um eine analoge Nutzung handelt.

(4) Jede natürliche Person darf von einem Werk einzelne Vervielfältigungsstücke auf anderen als den in Abs. 1 genannten Trägern zum privaten Gebrauch und weder für unmittelbare noch mittelbare kommerzielle Zwecke herstellen.

(5) Eine Vervielfältigung zum eigenen oder privaten Gebrauch liegt vorbehaltlich der Abs. 6 und 7 nicht vor, wenn sie zu dem Zweck vorgenommen wird, das Werk mit Hilfe des Vervielfältigungsstückes der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, oder wenn hiefür eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird. Zum eigenen oder privaten Gebrauch hergestellte Vervielfältigungsstücke dürfen nicht dazu verwendet werden, das Werk damit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

(6) Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen dürfen für Zwecke des Unterrichts beziehungsweise der Lehre in dem dadurch gerechtfertigten Umfang Vervielfältigungsstücke in der für eine bestimmte Schulklasse beziehungsweise Lehrveranstaltung erforderlichen Anzahl herstellen (Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch) und verbreiten; dies gilt auch für Musiknoten. Auf anderen als den im Abs. 1 genannten Trägern ist dies aber nur zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke zulässig. Die Befugnis zur Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch gilt nicht für Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind.

Die Gesamte Rechtsvorschrift für Urheberrechtsgesetz, Fassung vom 06.02.2019, ist unter https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001848 nachzulesen

Unser nächster Termin war dann bei der AKM austromechana, wo wir ein sehr aufschlussreiches und interessantes Interview bekommen haben. Das wird auch unsere nächste Sendung, da wir hier auch etwas Aufklärungsarbeit leisten wollen.

LG und bis bald 🙂 eure Radiopolys

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