Making of eines Radioprojektes

Für den Einsatz mobiler Sets – Aufnahmegeräte, externe Mikrofone und Laptops – sind wir vom BMUKK gut ausgerüstet worden. Das Thema haben wir auch: Wir wollen etwas übers Hören, Zuhören und Hinhören machen. Wie wär’s wenn wir einen Fragebogen entwickeln und in der Schule mit Interviews beginnen. Dafür stehen uns die längeren Pausen zur Verfügung. Sind alle O-Töne im Kasten, geht es um Auswahl, Zusammenstellung und Produktion.

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Das geht je nach Quantität der Aufnahmen manchmal nur arbeitsteilig. Schon die Auswahl der „Takes“ ist schwierig und spannend. Welche Wortspenden nach Interviews  sind brauchbar, welche weniger, welche gar nicht? Wie groß soll der Wortanteil sein? Sollen auf eine Frage gleich alle Antworten hintereinander montiert werden, braucht es Moderationsbrücken zwischen den Fragen? Muss zB. die interviewte Lehrerin zuerst via Moderation eingeführt werden oder braucht es diese Brücke nicht? Alle diese wichtigen Fragen müssen zuerst in den kleinen „Redaktions-Teams“ gelöst werden. Sind diese Hürden genommen, kann im Schnittprogramm schon einmal experimentiert und vorselektiert werden. Am besten ist es, wenn wir die Takes, für die wir uns entschieden haben, markieren und als  Audio-Files (Dateien) unter Namen abspeichern, die ein schnelles Wiederauffinden zulassen. Also RT.a_fr1.wav für Frage eins des Redaktionsteams a und RT.a_ant_fr1, RT.a_ant1_fr1.wav usw für die Antworten, die sich auf diese Frage beziehen.  So bleiben die vielen kleinen Wortschnitzel übersichtlich.
Haben die Teams ihre Takes geschnitten, werden sie über USB-Sticks ausgetauscht, sodass jedes Team alle Takes auf seinem Rechner hat. Jetzt können sie zusammengestellt werden. Eines noch: Um die einzelnen Frage- und Antwortblöcke akustisch zu trennen, wäre es gut, wenn wir  Sounds aus einem Archiv hätten, die nur wenige Sekunden angespielt sein müssen, um das Zuhören zu erleichtern. Sind diese Beiträge fertig, sind so je nach Anzahl der RT (Redaktionsteams) einige Variationen eines gebauten Beitrages entstanden. Wir hören es uns gemeinsam an, entscheiden uns für den besten und arbeiten jetzt an Vorspann, also dem Jingle, dem Teaser, der An- und Abmoderation. Was war jetzt das noch einmal, Teaser? Achja, hatten wir schon: Ein Teaser ist die Ankündigung des Themas, das in der Radiosendung behandelt wird. Jetzt fehlt nur noch die Endabmischung. Wo ist es zu laut, wo müssen wir den Pegel anheben, und fertig ist sie, unsere erste vom Team selbst hergestellte Sendung und kann jetzt online oder on air gehen.

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Über Helmut Hostnig

Lehrer und Radiojournalist

2 Antworten zu “Making of eines Radioprojektes

  1. Ingrid

    Liebe Radioleute,
    toll, was ihr da macht, bin ganz beeindruckt.
    Interessant auch für mich als Lehrerin zu hören, was SchülerInnen denken, machen, wenn sie dem Lehrer nicht mehr zuhören können, wollen.
    Volle Konzentration 50 Minuten lang schaffen es auch Erwachsene nicht.

    Macht weiter so.
    LG Ingrid Dogan

  2. Daniel

    Die Sendung ist super, aber ich habe die Sache ein bisschen vermasselt, weil ich die Interviews zu schnell und zu kurz geführt habe und auf die Antworten nicht wirklich eingegangen bin.
    Ist aber halb so schlimm, ich weiß wenigstens jetzt, wie man ein Interview führt!

    Liebe Grüße ! Daniel 😀

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