Die Radioreportage

Was ist eigentlich eine Reportage und wie macht man eine Radioreportage?

Das Wort „Reportage“ kommt von frz. „reporter“, was soviel bedeutet wie „zurückbringen“, „zurücktragen“. Wichtig für die Reportage ist der Ort, wie der Name schon sagt: repORTage… Man kann sich das etwa so merken: der/die ReporterIn bringt von einem bestimmten Ort des Geschehens eine Aufnahme bzw. einen Beitrag zurück in die Redaktion/ins Radio.

In einer Reportage wird über Ereignisse berichtet, bei denen es „etwas zu sehen gibt“. Die Schwierigkeit bei einer Reportage liegt darin, dass ein Ereignis im Augenblick des Geschehens fürs Radio beschrieben werden muss. ReporterInnen müssen das Erlebte und Gesehene spontan in eine möglichst plastische Sprache umsetzen und den HörerInnen akustisch Bilder und Szenen übermitteln.
Die Beschreibungen fallen vielen ReporterInnen schwer, v.a. kann es passieren, dass man manchmal nicht weiß, wie man etwas beschreiben soll oder was man in einem bestimmten Moment sagen soll. Eine genaue Recherche im Vorfeld einer Reportage ist sehr wichtig und hilfreich. Gibt es gerade nichts zu beschreiben oder weiß man gerade nicht weiter, kann man jederzeit Informationen, Zahlen und Fakten einbauen oder vielleicht etwas zur Geschichte dieses Ortes erzählen.

Wichtig: Reportagen sollen unter die Haut gehen! Es ist interessant zu hören, wie es dem/der ReporterIn geht, wie er/sie sich fühlt! Wie macht man das? Indem man bei den Beschriebungen alle Sinne aktiviert, also: Was sieht man? Was hört man? Wie ist die Atmosphäre? Wie fühlt sich das an? Wie riecht es hier? Denkt z.B. an eine Reportage über eine Zahnarztpraxis und den Geruch im Wartezimmer. Im Idealfall bekommen ZuhöherInnen durch eure Beschreibungen den Eindruck unmittelbar am Ereignis teilzunehmen.

Bestandteile einer Radioreportage:

– Beschreibung bzw. Schilderung eines Ereignisses! Wichtigster Baustein einer Reportage, lebt von der persönlichen Schilderung.

– Informationen zum Thema erwähnen! Fakten und Ähnliches recherchieren! Sich die gesammelten Informationen auf Notizzettel notieren!

– Kurze Interviews mit Personen vor Ort.

– O-Töne / Geräusche / Atmo (=Atmosphäre) einbauen! Wichtige Elemente, die eine Reportage „spürbar“ werden lassen.

Tipps:

– Wie wird eine Beschreibung plastisch? Auf Details achten (besser zu viele als zu wenige Details beschreiben). Versuchen Farben und Gerüche zu schildern. Möglichst konkret sein! Möglichst authentisch (=echt, sich nicht verstellen) sein!

– Viele haben zu Beginn Angst vorm Sprechen: oft hilft es sich Notizen, Stichwörter, aber auch ganze Sätze im Stil der freien Rede zu notieren.

– Gerade bei Live-Reportagen kann immer etwas Unvorgesehenes eintreten. In solchen Fällen: versuchen zu improvisieren, ruhig bleiben und einfach weitermachen. Oft hilft es die Reportage zu zweit zu machen, dann kann man sich gegenseitig unterstützen!

http://www.mediamanual.at/mediamanual/leitfaden/radio/radioreportage.php

Advertisements

Über Florian Danhel

Freier Medienpädagoge und Radiomacher

Eine Antwort zu “Die Radioreportage

  1. Pingback: Audioslideshow | META

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: