Straßenbefragung und Body Music

Am Mittwoch waren drei Teams auf der Straße, um Passanten mit der Frage zu beschäftigen, ob sie glauben, dass es bedingungslose Liebe gibt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Frage nicht gut formuliert war, weil sie als geschlossene Frage dazu einlädt, nur mit einem Ja oder einen Nein zu antworten. So hat ein Passant sich zwar geduldig die ganze Einleitung zur Frage angehörtl: Guten Tag. Wir sind von Rdiopoly; Eine Schülergruppe der Polytechnischen Schule im dritten Bezirk und arbeiten gerade an einer Sendung, in der es auch um Liebe geht. Haben sie einen Augenblick Zeit? Es ist nur eine kurze Frage. Die Frage heißt: Gibt es soetwas wie bedingungslose Liebe?  Darauf aber kurz und bündig nur mit einem Ja geantwortet und War’s das? nachgesetzt und – so schnell konnte auch Michi nicht reagieren – war er auch schon wieder weg. Nein: Es waren durchaus brauchbare Wortspenden darunter. Eine ist mir gut in Erinnerung geblieben, weil ich der Radiogruppe die Frage stellen will, ob die Frau Recht hat, die behauptet hat:  Es gibt  nur eine bedingunglose Liebe  und zwar die ziwchen Mutter und Kind. Diesen Satz möchte ich sie hinterfragen lassen, da ich der Meinung bin, dass auch diese Liebe nicht ohne Bedingungen ist.
Apropos „Bedingung“. Mich hat überrascht, dass dieses Wort den Kids nur schwer über die Lippen kam und einige mit ihm nichts anfangen konnten.  Dass Alan, gebürtiger Paraguyaner, ein waschechter Guarani, der im Dschungel aufgewachsen ist,  den Satz von Konfuzius „Was du liebst, lass los! Kommt es zurück, gehört es dir für immer!“ ganz pragmatisch und lebenspraktisch deutet, hat vielleicht auch mit seiner Herkunft zu tun: „Also ich verstehe den Satz so“, hat er gemeint, „ich hab einmal einen Papagei gehabt, der ist mir davon geflogen. Weil er wahrscheinlich drauf gekommen ist, dass er da draußen nicht überleben kann, ist er wieder zurück gekommen. Da habe ich ihn wieder eingesperrt.“ Genau solche Sätze sind es, die nicht erfunden werden können und nach etlichen philosophischen Ausführungen von erwachsenen PassantInnen  zur Auflockerung in Radiosendungen beitragen.
Im zweiten Teil unserer Mittwochsession haben wir uns mit Bodymusic beschöftigt. Kemal, ein begnadeter Saßspieler und Lehrerfreund, war bei uns und hat den Kids gezeigt, wie einfach es ist, mit unserem Körper Rhythmus zu produzieren.

 
Hier ein Beispiel von Bodymusik

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Über Helmut Hostnig

Lehrer und Radiojournalist

Eine Antwort zu “Straßenbefragung und Body Music

  1. alan peralta

    ja das war ur schwer keiner wollte was sagen Vielleicht weil sie die antworte nicht wussten und deswegen nur ja oder nein gesagt haben 🙂

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