Dankeschön

Der größte Schritt ist der aus der Tür, sagt ein Sprichwort. Ein anderes: Was es ist und was es war, das wird uns erst beim Abschied klar. Ich will mich an dieses halten: Abschiede sind Tore in neue Welten. Auch für das vielstimmige RadioPoly, das ich mit Unterstützung von bmukk und Medienzentrum in Kooperation mit der PTS3 als Projektleiter zusammen mit Florian Danhel und Gabriela Pranieß aus der Taufe heben und zwei Jahre führen durfte. Sie werden es weiter führen und Jugendliche für gemeinsames Tun und kreatives Schaffen gewinnen. Sie werden nicht den gleichen Aufwand betreiben können, da sie mitten im Berufsleben stehen und auch noch eine Familie haben, aber sie werden das Projekt RadioPoly 3 mit der gleichen Begeisterung fortsetzen, die mich in meiner Arbeit mit den in vieler Hinsicht benachteiligten Jugendlichen angetrieben hat. Da bin ich mir sicher.

Nun darf ich Bilanz ziehen und mich bei allen bedanken, die unser Projekt begleitet und unterstützt und zu dem großen Erfolg geführt haben, der nach MLA 2011 und dem Medienpreis des Timelinefestivals in Brianza/Italien am 30.August mit dem Award of distinction im Rahmen des Prix Ars Electronica in Linz gekrönt wird.

Ein herzliches Dankeschön also an den Direktor der PTS3, Lukas Riener, der zusammen mit RnR Franz Haider, Gabriele Woldan und Karl Brousek in den Abteilungen des bmukk dieses medienpädagogische Vorhaben an seiner Schule ermöglicht hat.

Nicht vergessen will ich Anu Pöyskö, Udo Sommer und die anderen MitarbeiterInnen im Medienzentrum Wien, die uns ihre Räumlichkeiten und Ressourcen zur Verfügung gestellt und es uns jeden Mittwoch erlaubt haben, die Ruhe ihres Hauses zu „stören“. Ohne den selbstlosen Einsatz von Florian Danhel, der nicht nur der technische Assistent war, sondern weit über seine eingegangenen Verpflichtungen hinaus auch inhaltlich das Projekt mitgetragen hat, und das großartige Engagement meiner lieben Berufskollegin, Gabriela Pranieß von der PTS3, meinen kongenialen PartnerInnen also, wäre RadioPoly nie dieses Vorzeigeprojekt geworden, mit dem auch andere LehrerInnen bundesweit über ein an der PH-Wien abgehaltenes Seminar für die Radioarbeit gewonnen werden konnten.

Neben den LehrerInnen der PTS3, die mit ihren Wortspenden unsere Radiosendungen bereichert und das Radioprojekt wohlwollend begleitet haben, möchte ich an dieser Stelle auch den vielen Followern unseres Blogs danken. Mit bald 13000 weltweiten Klicks in knappen zwanzig Monaten – übrigens von deutschen Usern fast ebenso oft besucht wie von österreichischen, und mit prominenten Seiten verlinkt – nimmt er mittlerweile – statistisch gesehen – einen Spitzenplatz ein und beweist, dass es durchaus Sinn macht, ein medienpädagogisches Projekt auch über einen Blog zu dokumentieren.

Das allergrößte Dankeschön aber sei den Jugendlichen vorbehalten, jedem einzelnen von ihnen,  Sie strafen alle diejenigen Lügen, die der Ansicht sind, dass mit ihnen nichts anzufangen sei. Wer ihre Blogeinträge gelesen, wer den vielstimmigen und multikulturellen Chor gehört, die Radiobeiträge mitverfolgt, die kurzen Videoarbeiten gesehen hat, ist hoffentlich eines anderen belehrt worden oder weiß nun besser, was für ein kreatives Potenzial in ihnen allen schlummert, zu welcher Empathie sie fähig sind, zu welch tiefschürfenden Gedanken, zu welcher Lust am gemeinsamen Tun, wenn sie sich angenommen und verstanden wissen und man ihnen eine Stimme gibt.
Danke euch allen
Helmut.

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Über Helmut Hostnig

Ich war Lehrer in Polytechnischen Lehrgängen und Hauptschulen in Wien. Jetzt möchte ich meinen Steckenpferden als Radiomacher und Dokumentarfilmer nachgehen und den Blog mit Reiseberichten, Texten, Gedichten und akustischen Fragmenten aktuell halten. Natürlich würde ich mich über Kommentare freuen.

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