Friedensreich Hundertwasser – ein Vordenker

Wer war Friedensreich Hundertwasser?

Friedensreich Hundertwasser wurde am 15.12.1928 in Wien geboren und starb an Bord der Queen Elisabeth II bei Neuseeland, bürgerlich Friedrich Stowasser, auch Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser. Er  war ein österreichischer Maler, der aber auch in den Bereichen Architektur und Umweltschutz tätig war.

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Sein Leben war geprägt von seiner Kindheit und den zahlreichen Reisen, die er unternommen hat. Sein Markenzeichen war sein Kapperl, das auch von den Architekten der FWZ Spittelau zur Zierde und als Hommage an den großen Künstler und Vordenker am Gebäude verewigt wurde.

Seit den frühen fünfziger Jahren setzte sich Hundertwasser mit der Architektur auseinander und trat für eine natur- und menschengerechtere Architektur ein.
In seinem Architektur-Boykott-Manifest bezieht er sich auf die in der Tradition des österreichischen Architekten Adolf Loos („Ornament und Verbrechen“) entstandene rationale, sterile Architektur, die für ihn in ihrer tödlichen Eintönigkeit verantwortlich ist für das Elend der Menschen. Er ruft zum Boykott dieser Architektur auf, fordert schöpferische Baufreiheit und das Recht zur individuellen Bauveränderung. In diesem Zusammenhang prägte er die Begriffe „Fensterrecht“ und „Baumpflicht“ (1972).

So ist bei jedem von ihm gestalteten Haus „Bruder Baum“ ein zentraler Punkt, der sich irgendwo architektonisch wiederfindet.

Eng verbunden mit Hundertwassers Philosophie einer Architektur in Harmonie mit der Natur war sein ökologisches Engagement. Er setzte sich für die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes der Menschen ein und forderte ein Leben im Einklang mit den Gesetzen der Natur. Er verfasste zahlreiche Manifeste, hielt Vorträge und gestaltete Plakate zugunsten des Naturschutzes, gegen die Kernenergie, zur Rettung der Meere und der Wale und zum Schutz des Regenwaldes.

Zahlreiche Ehrungen prägen sein Schaffen.

Er gestaltete in Zusammenarbeit mit den Architekten Peter Pelikan und Heinz M. Springmann unter anderem folgende Bauwerke in Österreich: (Quelle: wikipedia.org/wiki/Friedensreich_Hundertwasser)

    • Hundertwasserhaus in Wien 3, 1983–1985
    • Das Hügelwiesenland Rogner Bad Blumau,  1993–1997
    • Mierka Getreidesilo Krems, 1982–1983
    • Rupertinum Salzburg, 1980–1987
    • Müllverbrennungsanlage Spittelau, 1988–1997
    • Autobahnraststätte Bad Fischau, 1989–1990
    • KunstHaus Wien, 1989–1991
    • Pavillon bei derDDSG Blue Danube Ponton Wien, 1992–1994
    • Krankenstation (Onkologie) Graz, 1993–1994
    • Österreichbrunnen in Zell am See, 1996-2003

Aber auch international hinterließ er seine Spuren – von Deutschland über die Schweiz nach Israel und schließlich nach Japan bis in die USA.

Er war ein großer Sohn Österreichs, dessen Umweltgedanken heute aktueller denn je sind.

LG G.P.

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Über Gabi Pranieß

Kreative Erziehung - das Spiel mit Sprache und Stimme: eine Herausforderung!

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