AKM austromechana

Unser Besuch bei der AKM brachte uns Antworten auf unsere vielen Fragen:

Unser Dank an dieser Stelle an Frau Susanne Lontzen und Herrn Markus Baumgartner, die für die Öffentlichkeitsarbeit und Internetauftritte zuständig sind.

Wir konnten viele neue Begriffe in diesem Zusammenhang kennenlernen:

Tantiemen: Als Tantiemen die auflagenabhängigen Einkünfte von Buchautoren, Musikkomponisten und Designern (insbesondere Produkt-/Möbeldesignern sowie Schriftentwerfern) bezeichnet. Die Beteiligung von Autoren am Erlös der Aufführung ihrer Werke wird ebenfalls Tantieme genannt.
Verwertungsgesellschaft: Eine Verwertungsgesellschaft ist eine Einrichtung, die Urheberrechte oder verwandte Schutzrechte treuhänderisch für eine große Anzahl von Urhebern oder Inhabern verwandter Schutzrechte zur gemeinsamen Auswertung kollektiv wahrnimmt.
Content ID System:  Bei Content ID handelt es sich um ein System bei YouTube, mit dem die Rechte-Inhaber automatisch Videos sperren oder stummschalten können, wenn ihre Rechte dadurch verletzt wurden.

Artikel 13 Urheberrechtsgesetz:
Dies bedeutet, YouTube & Co. werden zum Einsatz von Upload-Filtern gezwungen, um der Haftung zu entgehen. Das bisherige System Content-ID müsste dazu aber erheblich erweitert werden. Derzeit erkennt es nur Musik, zukünftig müsste es alle urheberrechtlich relevanten Inhalte wie Bilder, Videos, Texte etc. erkennen.
Wenn der Upload-Filter als „gut genug“ befunden wird, dennoch aber einmal eine Urheberrechtsverletzung „durchrutscht“, dann müsste YouTube sofort reagieren und den Inhalt löschen bzw. sperren und außerdem alles tun, um zukünftig gleichartige Rechtsverletzungen zu verhindern .

Hintergrund für die ganze Aufregung über Artikel 13 Urheberrechtsgesetz ist die geplante Urheberrechtsreform, die gerade in den Verhandlungen steckt. Vor einiger Zeit hatte sich das EU-Parlament für die Verschärfung der Richtlinien des europäischen Urheberrechts ausgesprochen.
Ähnliche Filter laufen bereits bei YouTube.
Bislang sieht die Rechtslage für diese grundsätzlich legalen Plattformen so aus, dass für sie nur eine Haftung als sog. „Störer“ auf Unterlassung in Betracht kommt. Daher ist es bislang grundsätzlich so, dass Plattformen erst für eine Urheberrechtsverletzung haftbar gemacht werden können, wenn sie auf diese aufmerksam gemacht wurden und dann nicht reagieren. Eine Vorab-Kontrolle war grundsätzlich nicht vorgesehen.

Um der Haftung zu entgehen, müssen die Plattformen nach diesem Entwurf Lizenzvereinbarungen schließen und mit „wirksamen Inhaltserkennungstechniken“ prüfen, ob diese auch eingehalten werden – hier ist also mehr oder weniger die Rede von den umstrittenen Upload-Filtern. Wenn es keine Lizenzen gibt, müssen die Inhalte geblockt werden. Geschieht dies nicht, haftet YouTube, weil vorgetäuscht wird, die Plattform hätte die Rechtsverletzung selbst begangen.

Ja, das waren viele Informationen, die wir euch da bieten konnten, wenn ihr einmal einen eigenen Radiosender machen wollt. Für uns war es ein einmaliges Erlebnis, auch zu erfahren, welche Aufgaben die AKM übernimmt und worauf wir in Zukunft aufpassen müssen.

So hört rein in unsere Sendung – den Ausstrahlungstermin geben wir euch hier noch rechtzeitg bekannt.
Liebe Grüße von uns und bis bald – eure Radiopolys 🙂

Über Gabi Pranieß

Kreative Erziehung - das Spiel mit Sprache und Stimme: eine Herausforderung!

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