ICH ENTSCHULDIGE MICH VIELMALS

Ich weiß, dass ich bis jetzt noch nichts geschrieben habe und das tut mir sehr leid. Ich habe mich einfach zu viel auf die Ferien konzentriert und habe das ganz vergessen. Ich hoffe Helmut Hostnig kann mir verzeihen, denn ich habe das nicht absichtlich gemacht.

Ich fange dann mal damit an über die vorletzte Schulwoche und das letzte Radiotreffen zu schreiben. Ich fand dieses Treffen einfach toll: wie Asya getanzt hat und wie Karina dann gesungen hat und Helmut und Flo mit den überdimensionalen Brillen getanzt und gesungen haben, das war richtig lustig und ich habe eine Menge von den beiden gelernt. Außerdem habe ich in ihnen nicht nur Lehrer oder Projektleiter oder Kollegen wie man das alles auch bezeichnen könnte, sondern auch richtig gute Freunde gefunden. Sie haben mit mir normal geredet und haben mich nicht wie einen Außenseiter behandelt wie auch natürlich die Lehrerin, die dieses Projekt geleitet hat Frau Gabi Pranieß, die uns  immer begleitet hat, wann sie konnte und die uns unterstützt hat, egal wie schwer es für uns  wurde. Sie hat uns immer Mut gemacht und hat zu uns gehalten, hat uns zum Lachen gebracht und vieles mehr, was mir jetzt  nicht einfällt.

Was ich damit sagen will: Diese drei Menschen waren immer für uns da und haben alles getan um uns ein schönes tolles Jahr zu machen. Ich danke auch allen Menschen, die bei uns waren wie zum Beispiel der Herr Haider oder der Herr Bozidar und viele andere und natürlich bedanke ich mich für den Ausflug im BIC, wo wir viele nette Kinder getroffen haben die nicht wie wir perfekt sprechen können, aber sich auf eine andere Art und Weise unterhalten können.

Ja, all das hat mir sehr gefallen oder besser gesagt hat mich berührt.

Mir würde das überhaupt nicht gefallen, wenn dieses Radio Projekt oder Radio Workshop nicht mehr gibt, das würde mich das sehr traurig machen, denn ich fand das ganze Jahr ganz toll, auch wenn ich ur müde war, weil ich so viele Kurse belegt habe zusammen  mit dem Radio Workshop. Da habe ich nicht sehr viel Zeit zum Schlafen bekommen, aber all das was passiert ist, finde ich viel besser als schlafen.

Ich habe in diesem Jahr viel erlebt und sehr vieles richtig genossen, außer das wenige Schlafen, aber das ist jetzt egal.

Ich hoffe  Frau Pranieß, Flo, Helmut und ich sehen uns vielleicht mal wieder.

So ich denke das reicht jetzt und ich wünsche den nächsten die nächstes Jahr mitmachen werden viel Glück.  Ich verabschiede mich nicht sehr gerne, aber ich hoffe dass dieser Abschied nicht für immer sein wird –  das wars dann mal von mir Zegi cau!!!!!!!!!!!!!!!

Echt voll der Kracher

Der letzte Mittwoch war spitze.  Echt voll der Kracher.  Bin 2  Stunden früher gekommen als die anderen. Das tue ich immer,  wenn ich einen Ausflug mit der Schule mache und 2  Stunden früher aushabe.  Da helfe ich dann Flo und Helmut alles aufzubauen.

Dann, wenn alles aufgebaut ist,  setzen wir uns meistens hin und besprechen noch, was wir machen werden, welche Aufgaben wir kriegen usw.  Helmut, unser Projektleiter, nützt dann meistens auch die Gelegenheit und nimmt mit mir etwas Kurzes auf, weil er wissen will, ob es klappt. Diesmal waren es Kürzel aus dem Internet. Mit denen wollen wir wieder einen Silbenslam machen, wie er das nennt.

Was ich noch vergessen habe zu sagen: Bevor Flo kam, bin ich noch mit Helmut einkaufen gegangen, weil er uns immer eine Jause vorbereitet.  Meistens kommen wir nämlich direkt von der Schule. Jetzt muss noch was kopiert werden, was Helmut vorbereitet hat, und das hat er  immer eigentlich.  Er macht sich wirklich Mühe mit uns.

Was mir am vorigem Mittwoch gut gefallen hat, war, wie uns das Hörspiel von der „Bladen Marie“ vorgespielt worden ist.  Ich muss Mandeep mal fragen, wie sie auf die Idee gekommen ist, aus bloody eine blade zu machen. Tolle Idee jedenfalls.

Ich wollte noch sagen, wie schockiert ich von den Leuten war, mit denen ich die Straßen- Interviews gemacht habe oder machen wollte. Außer 3 Leuten hat keiner richtig geantwortet, viele wollten gar kein Interview machen.  Ein alter Mann hat uns auch beschimpft und ein anderer, den wir aufgehalten haben,  ist auf uns zugegangen und hat dann wie ein Priester geredet über Religion und so,  was gar nichts mit den Fragen zu tun hatte.  Er hat mit einer Klobürste in der Hand herumgefuchtelt.  Manche Leute sind ziemlich krank. Wer rennt schon mit einer Klobürste in der Hand auf der Strasse herum? Eigentlich war ich froh, wie es vorbei war. Passantenbefragungen mache ich nicht mehr so gern.

Liebe Grüße
Zegi!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Treuebruch: Was dann?

Das letzte Mal war echt mal was anderes.  Wir haben uns einen Audiobrief von einer Frau aus Albanien angehört und dann über  wichtige Themen diskutiert (Treuebruch, Zwangsverheiratung, Gewalt gegen Frauen, Jungfräulichkeit, Gewalt in Worten bei Raptexten usw.)  Die Diskussion haben wir  mit einem Mikro aufgenommen.

Es war irgendwie nicht ganz so lustig wie sonst,  aber es war interessant.  Ich fand das Thema „Treue in Beziehungen“ und wie wir das halten,  sehr interessant, und ich hätte  nicht  gedacht, dass  uns  so viel dazu einfällt. Einige würden verzeihen, andere nicht. Wenn sich wer ehrlich entschuldigt, könnte ich verzeihen. Du? Vielleicht entsteht aus der Diskussion eine Sendung. Dann könnt ihr hören, was uns dazu eingefallen ist.

Ich würde gern wissen, was wir diese Woche machen werden und hoffe, dass es etwas richtig Spannendes wird.

Zegi

Gehörlose sind nettere Menschen

Der Besuch im BIG war unglaublich interessant.  Die Menschen dort sind nicht allzu anders als wir, außer dass  sie schlechter oder überhaupt nichts hören.  Das ist das einzige.

Ich finde, sie unterscheiden sich auch von anderen, weil sie  viel netter zu sein scheinen als Menschen, die normal hören können.

Die Gebärdensprache und die Bedeutung der einzelnen Gebärden haben mich fasziniert.

Obwohl es eine Schule für Gehörlose ist, wird dort viel gelacht, auch wenn manche Geschichten, die sie erzählt haben, traurig waren. Bei vielen scheint das CI, das Cochlea Implantat, nicht richtig zu funktionieren oder es tut ihnen weh.

Am lustigsten fand ich Manuel.  Er hatte ein Hörgerät und konnte uns hören und auch sprechen.  Am Schluss hat er auch noch für uns getanzt.
Zegi

Meine Fragen an Gehörlose

Ich finde, die Fragen, die Loly  zusammen gestellt hat,  sind sehr gut,  aber manche Fragen kann man auch nur einen Arzt oder Apotheker fragen und über Manches kann man sich ja auch im Internet informieren.

Eigentlich hätte ich auch ein paar Fragen, wie zum Beispiel wie es ist, wenn man noch dazu stumm ist, oder we viele  Fingerzeichen gibt es, die man lernen muss. Ist jedes Fingerzeichen ein Wort oder ein Buchstabe, oder gibt es zwei verschiedene Arten.  Was, wenn jemand blind und taub ist? Was passiert dann? Wie kann so jemand was lernen? Welche  Gründe gibt es,  dass man taub werden kann?  Gibt es  viele taube Menschen auf der Welt? Gibt  es Aussichten, dass Gehörlose durch Geräte wieder hören können?

Also mein Wunsch wäre einfach, dass die Menschen wieder normal hören können, weil keiner von uns, dessen Gehör richtig funktioniert, weiß, wie es ist, wenn man nichts hört, und deswegen denke ich,  das muss schlimm sein  für die Menschen, die nichts hören.

Euer  Zegi

Wie und was wir aufgenommen haben

In dieser Woche wollten wir uns noch einmal ohne die Lehrer treffen und an den Audiofiles arbeiten, die wir mitgenommen haben, aber wir sind nicht dazu gekommen. Leider.  Ich hoffe, wir können das nächste Mal einen Termin ausmachen, den wir auch wirklich einhalten werden.Wir haben in dieser Woche auch viele Aufgaben gekriegt. Wir sollen über die Weihnachts-ferien Audiofiles schneiden und uns Fragen zum Thema Gehörlosigkeit überlegen. Ich hoffe, wir kriegen das alles auf die Reihe.

Aber das ist ja nicht die einzige Aufgabe. Wir sollen uns auch einen inneren Monolog überlegen.

Jetzt aber noch einmal zum letzten Mittwoch:
Die Aufnahme lief ungefähr so ab.  In der Mitte des Raumes waren drei Mikrofone. Diese  waren mit einem Computer und einem Mischpult verbunden. Der Computer und das Mischpult befanden sich in einem schalldichten Studio  gleich neben dem Raum, in welchem wir aufnahmen. Wir haben uns alle in einen Kreis gesetzt und dann haben wir Texte gesprochen, die wir für die Sendungen brauchen, aber auch rhythmische Übungen waren dabei. Am meisten hat mir gefallen, wo wir das Nonsense-Gedicht von Christian Morgenstern über den Marabu aufgenommen haben.  Da haben wir viele Fehler beim Sprechen gemacht und daraus sind oft lustige Situationen entstanden. Wir haben  jedenfalls viel  gelacht.

Bojidar Nikolov zu Gast bei RadioPoly

Das war die beste Woche bis jetzt.  Ein Opernsänger war bei RadioPoly zu Gast. Außerdem  habe ich unglaublich viele Einser gekriegt.  Der Elternsprechtag lief unglaublich gut und  ich kann mich nur wiederholen:  Das war die Peeeeeeeeerrrrrrrrfffffeeeeekkktttttteeeeeeeeee Woche!!!!!!!!!!!!!!

Also, der Opernsänger war super nett,  doch zuerst war er etwas schüchtern.  Das hat sich dann alles geregelt, als wir alle  angefangen haben ihm Fragen zu stellen und mit ihm zu reden.  Da war er  dann Opersänger Bojidar Nikolovgelassener.  Ich kann das vielleicht nicht so gut einschätzen, aber ich denke,  ihm hat es auch gefallen mit uns zu reden und unsere Fragen zu beantworten.

Ich glaube,  dass fast alle den Opernsänger toll fanden. Asya hat sogar nach seiner Telefonnummer gefragt, weil sie sich fürs  Opernsingen interessiert.

Der Opernsänger hat mich gefragt wie alt ich bin.  Als ich ihm gesagt habe,  dass  ich 2m groß bin und 14 Jahre alt, war er erstaunt. Er fand  es aber toll, dass wir alle so viele Sprachen können.  Er interessiert sich für fremde Kulturen und er kann etwa 5  Sprachen. Ich drei.

Das war ein interessanter Nachmittag.

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