RadioPoly ist wieder ON AIR

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Liebe Freunde!

Am Montag, 22.6.2020 wird unsere Sendung wieder über Radio Orange 94.0 ausgestrahlt. In Kooperation mit der Wiener Radiobande und dem Wiener Bildungsserver könnt ihr uns von 11:00 bis 11:30 hören 😂🤣😀.

Hier der Link: https://o94.at/programm/sendung/id/1745934

Heuer hat uns leider Covid-19 einen Strich durch die „Arbeit“ gemacht. Aber trotzdem ist eine Sendung entstanden, die auch fast fertig geworden ist. Leider hat unsere Gruppe nach dem 16.3. (Schulschließung) keine Redaktionssitzung mehr gehabt – trotzdem mein herzlicher Dank an alle, die so eifrig mitgearbeitet haben.

In den Sommerferien werden 2x im Monat auf Radio Orange 94.0, jeweils am  2. und 4. Montag im Monat von 11:00 bis 11:30, Sendungen ausgestrahlt – und wir freuen uns auch auf das nächste Schuljahr, wo RadioPoly sein 10-jähriges Jubiläum feiern wird.

Bis dahin – bleibt uns treu – eure RadioPolys

 

Mittendrin und doch daneben! Eine Moritat

RadioPoly verabschiedet sich in diesem Schuljahr mit einer Moritat „Mittendrin und doch daneben“, die sehr entfernt an ein Gedicht von Max Kruse (Mein Glück) angelehnt ist. Der Text entstand nach Gesprächen mit Jugendlichen über ihre Wohn- und Lebenssituation. Aus der Audioarbeit wird noch ein Video entstehen, das wir zum Abschlussfest zeigen wollen.

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Die vier Jahreszeiten onomatopoetisch

Die vier Jahreszeiten sind ein Versuch mit Lautmalerei und dem Wort in den Wörtern. Allein im Wort „Herbst“ haben wir 6 Laute und Lautverknüpfungen gefunden, die allesamt eine Bedeutung haben. Aber hört selbst.

Making of eines Radiojingles

Wolf Frank, der Stimmenimitator, zu Gast bei RadioPoly erarbeitet mit den TeilnehmerInnen ein Radiojingle. Dieses kurze Hörstück zeigt, wie lustvoll Radioarbeit mit Jugendlichen sein kann. Übrigens: Am 7, Mai um 19 Uhr on-air auf Orange 94.0, dem freien Radio Wien die ganze Sendung „Stimmenimitation ist wie Bergsteigen“ on-air, bei dem wir seit einem Jahr eine für uns eingerichtete Sendeschiene haben, die jeden Montag eines neu beginnenden Monats unsere Sendungen ausstrahlt.

Danke Österreich

Habe meine Mutter interviewt.  Es war ein sehr spannendes und lustiges Gespräch.  Ich habe es in meiner Sprache, in Lingala gemacht und meine Schwester hat übersetzt.  Lingala wird im Kongo gesprochen. Anschließend haben wir dann auch gesungen mit meiner Schwester, Tante , Mum und ich.

Hoffentlich wird es euch gefallen ;D

Bedingungslose Liebe! Gibt es die?

Nach der hitzig geführten Debatte über Liebe im Allgemeinen und den Problemen, die Jugendlichen aus ihr entstehen können, besteht der zweite Radiobeitrag  aus zwei Fragestellungen.
1. Was ist emotionale Erpressung und nach welchem Muster läuft sie ab? und
2. Gibt es bedingungslose Liebe überhaupt?
Diesen zwei Fragen wird mit unterschiedlichen und dem Medium eigenen Mitteln nachgegangen. Es hat sich geradezu angeboten, Emo-Erpressung als Hörspiel zu inszenieren, da etliche Jugendliche mit dem Ausspruch „Wenn du mich wirklich gern hättest, dann würdest du…“ schon öfter konfrontiert waren. Dabei wissen sie sehr gut zwischen Erpressung, Manipulation und einer mit Druck arbeitenden Bitte zu unterscheiden und geben in Gesprächen auch zu, dass sie selbst oft nicht nur Opfer waren, sondern in ihren Beziehungen dieses Mittel eingesetzt haben, um gegen den Willen ihrer PartnerInnen – das können Geschwister oder FreundInnen sein – etwas zu erreichen. Jeder Satz, der mit der Möglichkeitsform II beginnt und noch ein „wirklich“ enthält, erzeugt Druck. Wärest du wirklich mein(e) Freund(in), dann würdest du jetzt …. Will man diesem Druck nicht nachgeben, erzeugt das wiederum Schuldgefühle. Wer sich nicht rechtzeitig zur Wehr setzt und immer wieder nachgibt, der wird sich am Ende fragen, warum er das alles mit sich geschehen hat lassen und den emotionalen ErpresserInnen das Recht eingeräumt hat, von ihnen nach ihren Vorstellungen gebogen und manchmal sogar gebrochen worden zu sein.

Monja hat ja in ihrem Beitrag darüber berichtet, was ihr Exfreund alles von ihr verlangt hat, bis sie mit ihm Schluss gemacht hat.

Im zweiten Teil des Radiobeitrags gingen die Kids von Radiopoly in Teams auf die Straße, um Passantenmeinungen zu einem Satz des chinesischen Philosophen Konfuzius einzuholen; Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer. Sie waren von den differenzierten Aussagen und vor allem von der Tatsache sehr beeindruckt, dass einige PassantInnen wussten, von wem der Spruch stammte und setzten sich dann auch in Gesprächen über das, was sie gehört hatten, inhaltlich auseinander. Dabei hatte es ihnen vor allem der Einwand einer Frau angetan, die gemeint hat, dass Liebe immer an Bedingungen geknüpft sei und sie sich zB. nicht vorstellen könne, mit einem Behinderten zusammen zu sein, außer er würde durch einen Unfall behindert sein, nachdem sie ihn kennen gelernt hatte.

So glaube ich durchaus, dass die wochenlange Auseinandersetzung mit diesen Themen, die ja in der Schule selten besprochen werden, ihre Einstellungen verändert oder sie zumindest für das sensibilisiert haben, was anfänglich wie eine harmlose Bitte daherkommt, sich aber später als der Beginn von emotionaler Erpressung erweist.

Ihr fladert uns das Herz…

Hier zum Radiobeitrag: LIEBE mit 15! 
Wenn man Jugendlichen Aktivitäten anbietet, die ihren Bedürfnissen entsprechen, sind sie immer diszipliniert, und wir, die  Erwachsenen können im Dialog mit ihnen die auflodernden Buschbrände, die in der Pubertät gehäuft auftreten, löschen helfen.
Letzten Mittwoch wurden wir – wie sooft – wieder einmal Zeugen davon, dass es den Jugendlichen nach kurzer Anleitung durchaus gelingt, eine themengebundene Diskussion zu führen, in welcher sie – in einer ihnen fremden Sprache um Worte ringend – einander zuhören, auf die Gegenargumente eingehen, neue Fragen aufwerfen, Abschweifungen lachend erkennen, und es nach 30 Minuten hitziger Debatte bedauern, dass keine Zeit mehr bleibt, sie weiter zu führen. Zugegeben: Das Thema „Liebe“ ist ein Dauerbrenner gerade für diese Altersstufe, aber es wird nur in informellen Zwiegesprächen, selten in den Peergroups und noch seltener in der Schule  als ein Gegenstand notwendiger Auseinandersetzung be- oder verhandelt. Interessant ist, dass sich die Rollenbilder migrantischer Jugendlicher – wo immer sie herkommen – kaum von unseren damals  vor 40 Jahren unterscheiden.  In Zeiten digitaler Netzwerke wollen und müssen die Mädchen in Chatrooms noch immer darauf warten, von den Jungs zum Chatten aufgefordert zu werden. „Wir kommen uns sonst vor wie Stalker!“, sagen Naomi und Bolenge, beide aus dem Kongo. Buben müssen also noch immer den ersten Schritt tun. Das ist so. Und vergessen dabei ganz, wie sie darauf auch in der Diskussion aufmerksam gemacht werden, dass auch Buben oft schüchtern sind. Die aber werden zu mehr Mut aufgefordert. Bevor ich aber die ganze Diskussion transkribiere, hört selbst hinein. Ein Satz aber noch, der uns Erwachsene verblüfft hat, aber auch gut zeigt, wie gut ein im Kongo aufgewachsenes Mädchen zumindest sprachlich wie mit ana schwoazn Tint’n reden kann, will ich hervorheben. Er sei den Buben und uns Männern hinters Ohr geschrieben. Hier ist er: „Ihr fladert uns das Herz und dann werft ihr es uns gebrochen vor die Füße.“ Das ist Lyrik.

Stimmenimitator Wolf Frank zu Gast bei RadioPoly

Hier geht es zur Radiosendung: Stimmenimitation ist wie Bergsteigen!

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Am Mittwoch hat der bekannte Stimmenimitator und Allround-Unterhalter Wolf Frank  die Jugendlichen mit seinen Kostproben seines Talentes begeistert. Innerhalb weniger Minuten ist es ihm gelungen, die Gruppe mit kleinen Scherzen für sich zu gewinnen. Eine Stunde lang hat er sich für die vielen Fragen Zeit genommen und am Schluss sogar noch einen Werbejingle für RadioPoly mit ihnen entwickelt. Es war ein sehr gelungener Nachmittag und ich möchte mich als Projektleiter noch einmal auch an dieser Stelle herzlichst bei ihm für sein Entgegenkommen bedanken. So herzhaft gelacht haben wir schon lange nicht mehr.

Hier noch einmal alle Fragen, die ihm gestellt worden sind:

  1. Wie wird man Stimmenimitator?
  2. Wie geht man an eine Stimme heran? Wie kann man das üben?
  3. Was unterscheidet Stimmenimitation von Stimmenparodie?
  4. Wie „verbiegt“ man seine Stimme, um andere Stimmen nachzumachen?
  5. Haben Sie eine eigene Schulung/Ausbildung gebraucht dafür?
  6. Wann haben Sie gemerkt, dass Sie dieses Talent haben?
  7. Haben Sie Vorbilder, denen Sie nacheifern wollten?
  8. Wie lange (Zeit) hält man durch – wie lange dauert ein Programm?
  9. Welche Stimmen sind leicht, welche schwer, nachzumachen?
  10. Welche Unterschiede gibt es zwischen weiblichen, männlichen, Comic-Stimmen?
  11. Haben Sie Ihr Talent schon benutzt, um jemand im Spaß zu erschrecken – zu täuschen?
  12. Wann haben Sie beschlossen Ihr Talent zu Ihrem Beruf zu machen?
  13. Kann man auch Singstimmen imitieren?
  14. Ist es leichter Sprech- oder Singstimmen nachzumachen?
  15. Radio hat viel mit Stimme zu tun: Wie sehr beeinflusst ein Mikrofon die Stimme?
  16. Ist es mit Mikro leichter, oder schwerer, Stimmen nachzumachen?
  17. Kann man diese Kunst selbst erlernen – oder kann man das überhaupt lernen?
  18. Was heißt Synchronisieren und wie geht das?
  19. Sie imitieren Stimmen von Menschen aus Politik, Sport und Kultur. Bis auf die Sportler sind aber die ehemals Prominenten aus Politik und Kultur schon tot. Was tun sie mit einer Stimme, die nicht mehr gefragt ist?
  20. Können Sie auch die Stimme des Bundespräsidenten nachmachen?
  21. Was tun oder täten Sie, wenn die meisten Prominenten weiblich wären?
  22. Gibt es überhaupt weibliche Stimmenimitatorinnen?
  23. Was ist ein Allround-Entertainer? Sie sind Moderator, Kabarettist, Schauspieler, Liedermacher und Sänger. Was sind Sie am liebsten?
  24. Haben Sie Kinder? Sind Sie auch für sie ein Allround-Unterhalter?
  25. Wir machen gerade eine Sendung über Liebe. Können Sie uns ein österreichisches Liebeslied singen?
  26. Sie kommen ursprünglich aus Deutschland. Warum sind Sie in Österreich geblieben?
  27. Sie können verschiedene Dialekte. Können Sie uns eine Kostprobe geben?
  28. Sie machen auch Werbespots. Wie lange wird an einem Werbespot gearbeitet? Und wie viel verdienen Sie?
  29. Für welche Produkte werben Sie? Gibt es Produkte, für die Sie mit Ihrer Stimme nicht werben würden?
  30. Sie sind Obmann der Wienerlied –Vereinigung. Was fasziniert Sie am Wienerlied? Können Sie uns ein Beispiel nennen?
  31. Können Sie mit uns einen Werbespot für Radiopoly entwickeln?

Akustische Sprachspiele

Davon ausgehend, dass nicht das Wort, sondern der Buchstabe nach Kurt Schwitters Material (auch) der (Ton)Dichtung ist, zerlegen wir die Wörter bis in seine kleinsten Elemente und spielen mit den Phonemen, die in der Umgangssprache als Naturlaute Bedeutung haben. Zerlegen wir das Wort „Wort“ finden wir schon im W das Wienerische Bist a W, dessen Bedeutung wir kennen. Aber mit dem H im Auslaut wird es zur Klage, zum Ausdruck des Schmerzes. Nehmen wir den zweiten Buchstaben, den Vokal O dazu, ergeben sich wieder drei Bedeutungen oder Klangbezeichnungen: w.o. geben, d.h. aufgeben, das Fragefürwort Wo? und das Ausrufwort mit angefügtem DehnungsH: Ohhhhhh. Lassen wir das W weg, ergibt sich ein neues Wort: ORT, indem sich auch das englische or versteckt, aber auch das missbilligende „t“. Wo also ist der Ort für das Wort „Wort“? Das akustisch zu übersetzen, gelingt fast mit jedem Wort unserer Sprache. Und es macht Spaß mit diesem Material zu spielen und so akustische Hörstücke zu fabrizieren, mit denen die Grenzen des Sag- und Hörbaren ausgelotet werden können. Hier ein paar Beispiele, die mit den TeilnehmerInnen der letzten Radiogruppe entstanden sind:

Anagramm: Grammatik
TikTak-TakTik
Onomatopoesia
Internetkürzelslam
Wer von euch Wörter kennt, die sich für solche Sprachspiele eignen, bitte uns melden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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