ORF-Interview mit Lorena Zorkic

Da wir morgen und übermorgen den Award of Distinction des Prix Electronica in der Kategorie U19 create your world in Linz entgegennehmen, wurde Lorena vom ORF eingeladen über das Video und seine Entstehung zu plaudern:
http://oe1.orf.at/programm/311462

RadioPoly presents: Mittendrin und doch daneben…

Jetzt ist es fertig unser Video, gerade rechtzeitig zum Abschied und zum Abschlussfest. Auch dieses geht auf Radioarbeit zurück und diente als Tonspur für die visuelle Umsetzung.  Hat Spaß gemacht.  Eure lustigen Einfälle zur Textvisualisierung haben wieder einmal gezeigt, wie viel kreatives Potential in euch steckt. Auch wenn es lustig rüber kommt (heia, auweia, dideldumdei), ich glaube, die Botschaft wird verstanden: (Was für ein Lärmen! Was für ein G’schrei! Es ist, wie es ist, aber es ist nicht in Ordnung!)
Die Lehrerin, Gabriela Pranieß, hat ein ganzes Auto voll mit Kleidern und Utensilien angeschleppt. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an die LehrerInnen der Schule, die das Vorhaben mit ihren „Gaben“ eifrig unterstützt haben.
Alles ist Bühne und wir’s Publikum!

Making of:

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The winner is …

Dear vincitori
We have the pleasure to inform you that your  film ” Bin Baum “ has been selected for the “4th Edition of TimelineFilmFest – Film for Joy and Learning “ (International Film School Competition ) Carate Brianza, 23 April to 28 April 2012.

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Ja, wir haben beim europaweit ausgeschriebenen Timlinefestival in Brianza einen Preis für unser Videogedicht „Bin Baum mit zwei Stämmen“ gewonnen. Asya und Zegi werden mit Frau Pranieß nach Mailand fliegen und – RadioPoly vertretend – den Preis entgegennehmen. Juhuuu!

Bedingungslose Liebe! Gibt es die?

Nach der hitzig geführten Debatte über Liebe im Allgemeinen und den Problemen, die Jugendlichen aus ihr entstehen können, besteht der zweite Radiobeitrag  aus zwei Fragestellungen.
1. Was ist emotionale Erpressung und nach welchem Muster läuft sie ab? und
2. Gibt es bedingungslose Liebe überhaupt?
Diesen zwei Fragen wird mit unterschiedlichen und dem Medium eigenen Mitteln nachgegangen. Es hat sich geradezu angeboten, Emo-Erpressung als Hörspiel zu inszenieren, da etliche Jugendliche mit dem Ausspruch „Wenn du mich wirklich gern hättest, dann würdest du…“ schon öfter konfrontiert waren. Dabei wissen sie sehr gut zwischen Erpressung, Manipulation und einer mit Druck arbeitenden Bitte zu unterscheiden und geben in Gesprächen auch zu, dass sie selbst oft nicht nur Opfer waren, sondern in ihren Beziehungen dieses Mittel eingesetzt haben, um gegen den Willen ihrer PartnerInnen – das können Geschwister oder FreundInnen sein – etwas zu erreichen. Jeder Satz, der mit der Möglichkeitsform II beginnt und noch ein „wirklich“ enthält, erzeugt Druck. Wärest du wirklich mein(e) Freund(in), dann würdest du jetzt …. Will man diesem Druck nicht nachgeben, erzeugt das wiederum Schuldgefühle. Wer sich nicht rechtzeitig zur Wehr setzt und immer wieder nachgibt, der wird sich am Ende fragen, warum er das alles mit sich geschehen hat lassen und den emotionalen ErpresserInnen das Recht eingeräumt hat, von ihnen nach ihren Vorstellungen gebogen und manchmal sogar gebrochen worden zu sein.

Monja hat ja in ihrem Beitrag darüber berichtet, was ihr Exfreund alles von ihr verlangt hat, bis sie mit ihm Schluss gemacht hat.

Im zweiten Teil des Radiobeitrags gingen die Kids von Radiopoly in Teams auf die Straße, um Passantenmeinungen zu einem Satz des chinesischen Philosophen Konfuzius einzuholen; Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer. Sie waren von den differenzierten Aussagen und vor allem von der Tatsache sehr beeindruckt, dass einige PassantInnen wussten, von wem der Spruch stammte und setzten sich dann auch in Gesprächen über das, was sie gehört hatten, inhaltlich auseinander. Dabei hatte es ihnen vor allem der Einwand einer Frau angetan, die gemeint hat, dass Liebe immer an Bedingungen geknüpft sei und sie sich zB. nicht vorstellen könne, mit einem Behinderten zusammen zu sein, außer er würde durch einen Unfall behindert sein, nachdem sie ihn kennen gelernt hatte.

So glaube ich durchaus, dass die wochenlange Auseinandersetzung mit diesen Themen, die ja in der Schule selten besprochen werden, ihre Einstellungen verändert oder sie zumindest für das sensibilisiert haben, was anfänglich wie eine harmlose Bitte daherkommt, sich aber später als der Beginn von emotionaler Erpressung erweist.

Straßenbefragung und Body Music

Am Mittwoch waren drei Teams auf der Straße, um Passanten mit der Frage zu beschäftigen, ob sie glauben, dass es bedingungslose Liebe gibt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Frage nicht gut formuliert war, weil sie als geschlossene Frage dazu einlädt, nur mit einem Ja oder einen Nein zu antworten. So hat ein Passant sich zwar geduldig die ganze Einleitung zur Frage angehörtl: Guten Tag. Wir sind von Rdiopoly; Eine Schülergruppe der Polytechnischen Schule im dritten Bezirk und arbeiten gerade an einer Sendung, in der es auch um Liebe geht. Haben sie einen Augenblick Zeit? Es ist nur eine kurze Frage. Die Frage heißt: Gibt es soetwas wie bedingungslose Liebe?  Darauf aber kurz und bündig nur mit einem Ja geantwortet und War’s das? nachgesetzt und – so schnell konnte auch Michi nicht reagieren – war er auch schon wieder weg. Nein: Es waren durchaus brauchbare Wortspenden darunter. Eine ist mir gut in Erinnerung geblieben, weil ich der Radiogruppe die Frage stellen will, ob die Frau Recht hat, die behauptet hat:  Es gibt  nur eine bedingunglose Liebe  und zwar die ziwchen Mutter und Kind. Diesen Satz möchte ich sie hinterfragen lassen, da ich der Meinung bin, dass auch diese Liebe nicht ohne Bedingungen ist.
Apropos „Bedingung“. Mich hat überrascht, dass dieses Wort den Kids nur schwer über die Lippen kam und einige mit ihm nichts anfangen konnten.  Dass Alan, gebürtiger Paraguyaner, ein waschechter Guarani, der im Dschungel aufgewachsen ist,  den Satz von Konfuzius „Was du liebst, lass los! Kommt es zurück, gehört es dir für immer!“ ganz pragmatisch und lebenspraktisch deutet, hat vielleicht auch mit seiner Herkunft zu tun: „Also ich verstehe den Satz so“, hat er gemeint, „ich hab einmal einen Papagei gehabt, der ist mir davon geflogen. Weil er wahrscheinlich drauf gekommen ist, dass er da draußen nicht überleben kann, ist er wieder zurück gekommen. Da habe ich ihn wieder eingesperrt.“ Genau solche Sätze sind es, die nicht erfunden werden können und nach etlichen philosophischen Ausführungen von erwachsenen PassantInnen  zur Auflockerung in Radiosendungen beitragen.
Im zweiten Teil unserer Mittwochsession haben wir uns mit Bodymusic beschöftigt. Kemal, ein begnadeter Saßspieler und Lehrerfreund, war bei uns und hat den Kids gezeigt, wie einfach es ist, mit unserem Körper Rhythmus zu produzieren.

 
Hier ein Beispiel von Bodymusik

RadioPoly aus der Sicht von außen

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Gestern war Frau Lisa Badura vom BMuKK bei uns zu Gast und hat sich vor Ort davon überzeugen können, was für eine aufgeweckte und diskutierfreudige Truppe ihr seid. Gleich hat sie sich an die Arbeit gemacht und ihre Eindrücke sowie unsere Arbeit als ein bestpractice Beispiel auf dem Blog des Mediamanuals online gestellt. Herzlichen Dank auch im Namen der Gruppe.

Radio als gruppendynamischer Prozess

Themen finden wir in der täglichen Interaktion mit den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen, wenn wir ihnen zuhören. Wenn es aber Lehrplaninhalte sein müssen, dann werden wir versuchen, sie so aufzubereiten, dass gerade die Schreibschwachen einen Mehrwert haben. Das geschieht vor allem, indem wir versuchen, diese Inhalte auf ihre Lebenswirklichkeit herunter zu brechen. So könnte zB. das Thema (Cyber)Mobbing oder neusprachlich Dissen (aus dem Battle-Rap stammend auch Bullying) in seiner radiophonen Aufarbeitung für den Deutschlehrer durchaus gleichwertig mit einer schriftlichen Schularbeit sein und beurteilt werden, wenn Noten denn sein müssen.

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Ein Mädchen – nennen wir es Laura – besucht die 9. Schulstufe. Es erzählt MitschülerInnen in der Pause, wie es auf einem Sommerlager von einem anderen Mädchen – nennen wir es Deborah – „gemobbt“ wurde. Ich höre zufällig mit und beschließe, diese Geschichte bei nächster Gelegenheit mit verteilten Rollen nachspielen zu lassen. Es geht also um Dramatisierung einer Geschichte mit medienspezifischen Mitteln. Das macht nicht nur großen Spaß, sondern wir lernen ohne es zu wissen, Doch falls uns bewusst werden sollte, dass wir lernen, tun wir es aus eigenem Antrieb, weil wir mehr über Mobbing, seine Ursachen, seine Folgen und mehr über Strategien erfahren wollen, wie Mobbing im System Schule stattfindet, wie es verhindert oder wie damit umgangen werden kann. Steht das im Lehrplan? Nein. Oder vielleicht doch? Wird nicht auch soziale Kompetenz als Bildungsauftrag von uns PädagogInnen eingefordert? Ist Medienbildung vielleicht auch Persönlichkeitsbildung? Selbstverständlich. Wer immer sich auf ein Medienprojekt eingelassen hat, wird bestätigen, dass es auch gruppendynamische Prozesse in Gang setzt, die emotionales Lernen möglich machen oder soziale Kompetenz vermitteln. Weiterlesen

RadioPoly by Facebook

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Unsere Radio Poly Gruppe, die sich heute beim MLA nach langer Pause wieder getroffen hat,  hat sich entschlossen, eine Gruppe bei Facebook zu erstellen, damit wir in Kontakt bleiben können.

Ich  bitte alle Radio Polymitglieder, die Facebook haben oder haben werden, mir eine FREUNDSCHAFTSANFRAGE bei Facebook  zu schicken. Hier ist meine Facebook Adresse :   http://www.facebook.com/Danielek.16 , damit ich euch in die Gruppe einladen kann !

Hier zur Facebook Radiopoly Gruppe :  http://www.facebook.com/groups/265181826850230/

Liebe Grüße Daniel

Begründung der Jury für MLA-Preis 2011

Dass Lernen mehr sein kann als einfache Wissensvermittlung und komplexes Sprachverständnis auch Spaß machen kann, zeigen die ersten Erfahrungen dieses Radioprojektes an der Polytechnischen Schule Wien 3 (so Projektleiter Helmut Hostnig). Längerfristig und nachhaltig möchte dieses vom Bildungsministerium initiierte Projekt SchülerInnen und LehrerInnen der PTS für das Medium Radio gewinnen, nicht nur, um die Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen, sondern vor allem, um dieses Medium als Werkzeug der Kommunikation für ihre spezifischen Anliegen zu nutzen.
Innerhalb von sieben Monaten sind an der PTS 3 dreizehn Sendungen (à 30 Minuten) entstanden – mit viel Ironie und Ernsthaftigkeit. Eine Erfahrung daraus: Lernen muss nicht mühsam sein. Beim Radiomachen geht es um prozess- und produktorientierte Bildungsinhalte, die alles, was an Schule frustriert, außer Kraft setzen. Radiomachen „setzt Potenziale frei, die in uns allen schlummern“ (Helmut Hostnig).

Ein von der Radiogruppe angefertigtes Video informiert über die Arbeit in den sieben Monaten.

Making of RadioPoly:
https://radiopoly.wordpress.com/2011/06/14/making-of-von-radiopoly/
Im Blog „Freufach“ Radio werden alle Aktivitäten dokumentiert:
https://radiopoly.wordpress.com/

Freufach Radio

Hier der Link zur schriftlichen Verarbeitung unserer Erfahrungen mit RadioPoly

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