Making of von RadioPoly

Zum Abschied der diesjährigen Radiogruppe von der PTS 3 haben wir ein Video angefertigt, das unsere Arbeit über die 7 Monate dokumentieren und die SchülerInnen im Schuljahr 2011/12 motivieren soll, sich für diese „Unverbindliche Übung“ anzumelden. Außerdem haben wir heute zum Abschluss das uns gesteckte Ziel erreicht: 5000 Klicks. Hurraaahh

Bin Baum mit zwei Stämmen…

Bin Baum mit zwei Stämmen from helmut hostnig on Vimeo.

Gedichtvisualisierung von und mit RadioPoly
Mai 2011

Abschlussfest im Cult Cafe

Heute hat im Jugendzentrum Cult Cafe in der Neustiftgasse ein gelungenes Abschiedsfest stattgefunden. Zuerst haben wir die drei Videos vorgeführt, die in den letzten Wochen aus und neben der Radioarbeit entstanden sind, dann hat uns Asya mit einem Gothic-bally Dance überrascht, für den sie das Outfit mit Hilfe ihrer Mutter selbst angefertigt hat. Die Choreografie hat sie nach Youtubevorbildern selbst einstudiert und so – von ihrer Mutter und Tante geschminkt – zum Gelingen des Festes einen großen Teil beigetragen. Zum Schluss wurden von Helmut und Florian die mit drei offiziellen Stempeln vom BMuK, PTS3 und MZ (Medienzentrum) Zertifikate überreicht. Ausklang fand das Fest mit Karaoke. Außerdem haben wir während des Festes die 5000er Hitmarke unseres Weblogs gesprengt. An dieser Stelle ein großes und letztes Dankeschön an alle. Hier wie immer die Fotos als Diashow.

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Schattenrissszenen

Eigentlich ganz einfach: Ein Leintuch, ein Overhead oder andere Lichtquelle und schon kanns los gehen. Eigentlich sollten aus den dargestellten Szenen Audiobeiträge hervorgehen. Die Kids aber hatten so viel Spaß und immer neue Ideen, dass daraus nichts wurde. Überrascht hat uns dann aber doch, dass nach Abbau der Leinwand zwei Gruppen zu freier Themenwahl kurze Beiträge schufen, die in kürzester Zeit produziert und  selbstmontiert, beweisen, dass sie das Handwerk gelernt haben.  Leider kann ich diese Beiträge erst wieder hörbar machen, wenn der abgestürzte Campusserver der PH wieder funktioniert. Hier aber mal die Fotos.

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Gedichtvisualisierung: Bin Baum mit zwei Stämmen

Wir wollen ein Gedicht visualisieren. Unsere Aufgabe bestand also darin, gemeinsam eine Choreografie für das Gedicht vom „Baum mit den zwei Stämmen“ zu entwickeln. Die Mutter von Asya half uns beim professionellen Schminken der Gesichter. Frau Pranieß, die unsere Gruppe mitbetreut, ließ Plakate in der Schule anfertigen. Drei Stunden haben wir dann am Set gearbeitet. Die TeilnehmerInnen der Gruppe haben vor und hinter der Kamera assistiert, während Frau Serimoglu im Hinterzimmer geschminkt hat. Alles in allem eine schweißtreibende Arbeit. Jetzt muss das noch geschnitten werden.

Überlegungen, die wir dabei angestellt haben:

Texte produzieren Bilder im Kopf. Diese Bilder sind mächtig und helfen uns bei seiner Auslegung und seinem Verständnis. Woher kommen diese Bilder? Wenn wir visualisieren, haben wir einmal unsere auf unseren Erfahrungschatz aufgebauten Verknüpfungen, aber auch die, die der Autor hervorrufen will.  Es ist, als würde ein Film in unserem Kopf entstehen, dessen Bilder nur und erst abreißen, wenn entweder der Text zu Ende ist oder er uns nicht mehr zu Bildern als Übersetzungshilfen anregt. Gute Leser bzw. Autoren schaffen Bilder, die alle ihre Sinne anregen. Die Visualisierung geschieht noch, bevor wir lesen, während wir lesen und nachdem wir gelesen haben und die Bilder wechseln während des Lesens abhängig von der Information, die wir über den Text erhalten.

Bin Baum mit zwei Stämmen from helmut hostnig on Vimeo.

Wozu also einen Text mit filmischen Mitteln auflösen, wirst du jetzt berechtigt fragen. Eine filmische Textvisualisierung kann nur gelingen, wenn wir diese Bilder, die wir im Kopf erzeugt haben,  sprengen und Bildsequenzen anbieten, die nicht erwartet werden. Wenn wir zB. ein Gedicht haben, das von einem Baum mit zwei Stämmen handelt, ein Bild, das als Symbol für die multiethnische Herkunft vieler unserer Mitbürger, aber vor allem unserer Radiogruppe steht, dann darf ich das nicht 1:1 übertragen und wieder einen Baum zeigen.

Ob es gelingt, lippensynchron zu bleiben, ob die Gesichter und das gesprochene Wort, ob die Choreografie im Raum genügen, wird sich herausstellen. Einen Versuch jedenfalls ist es wert. schauen wir mal. Ich hoffe, ihr seid ebenso neugierig wie ich.
Hier das an Maria Bender angelehnte Gedicht, das wir visualisieren wollen:

Ich bin ein Baum, 
bin ein Baum mit zwei Stämmen. 
Ja, ja: mit zwei Stämmen! Ein Baum
Das verstehst Du nicht? 
Ich bin ein Baum 
mit zwei Stämmen 
und einer Wurzel

Du fragst mich, wie ich heiße
Du fragst, wo kommst du her
Bist christ oder bist muslim
Das ist doch einfach ..eiße
Das macht doch keinen Sinn
glaubst du, du weißt jetzt, wer…
du weißt jetzt, wer ich bin?
Ich bin kein zwar noch aber
ursprünglich aus, doch hier…
ich bin alleininhaber
von einem teil von dir
bin türke, serbe, kosovar
und ich denke bipolar
ein pendler zwischen welten
und lasse beide gelten
ich spreche mit zwei zungen
und beinah wäre mir
als sprach-kultur-Nomade
integration
trotz migration
gelungen

schade
hab wohl falsch mitgesungen

Es ist schön und doch schwer, 
zwei Seelen zu haben. 
– Du willst, dass ich eine wähle, 
Nur eine Seele von zwei? 
Ich habe eine Wurzel, zwei Stämme
ein Herz… 
und zwei Seelen

Und will nicht wählen
nie wählen müssen

Straßenumfrage

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Heute haben wir uns die „Arbeit“ aufgeteilt. Während 2 Gruppen zu zweit auf der Straße waren, um eine Umfrage zu machen, hat Veysel mit einer CD Stimmübungen gemacht, d.h. er hat die Lautfolgen nachgesprochen.
Nach etwa einer Stunde waren Stefan und Daniel, aber auch Anita und Loly mit ihrer Ausbeute an Wortspenden zurück im Studio. Wegen des schönen Wetters waren diesmal viele Passanten bereit, auf die Fragen der RadioschülerInnen einzugehen.  Wir hörten uns die Statements zu der Frage an, die sie allen gestellt hatten: Wie soll – ihrer Meinung nach – die Schule von Morgen gestaltet sein? Was muss sie leisten? Da es eine Umfrage werden sollte, bestand ihre Aufgabe darin, so viele Antworten wie möglich auf nur eine Frage einzuholen, ohne die Ansprechpartner in Diskussionen zu verwickeln, was bei der Gesprächsbereitschaft der Leute nicht immer leicht fällt. Einer hat sogar gefragt: Habt ihr noch eine Frage? Auffallend aber war, dass beinahe alle bei dieser Fragestellung zuerst einmal tief Luft holten und einige sogar meinten, dass sie da weiter ausholen müssten und so auf die Schnelle keine Antwort wüssten. Trotzdem schien das Thema allen unter den Nägeln zu brennen. Wenn sie fertig geschnitten sind, einer Arbeit, mit der Stefan und Daniel schon im Studio begonnen haben, könnt ihr sie hören. Versprochen.
Das nächste Mal sind wir im Amerlinghaus. Dort begegnen wir Asylanten. Sind schon sehr neugierig.

Krimi-Mittwoch: Beschwört niemals Bloody Mary!!!!!!

Die Legende von Bloody Mary besagt, dass man um genau Punkt 12 Uhr 12 Kerzen anzünden muss und dann drei mal ihren Namen im Spiegel sagen muss. Natürlich ist das nichts für schwache Nerven, denn Mary soll vor ihrer Hochzeit von einem Unbekannten mit einem Messer erstochen worden sein.  Deshalb gab man ihr den Namen „Bloody Mary“. Nun will ihr Geist ewige Rache nehmen. Wenn die Legende wahr ist, soll man ihr Gesicht im Spiegel sehen und natürlich die Blutflecken von dem Stich auf ihrem weißen Hochzeitskleid.

Jedenfalls hat es einmal einen Krimi- Mittwoch gegeben (30.4.) und Moni, Karina und ich haben uns für das Thema BLOODY MARY entschieden!
Jetzt habe ich mir unsere Arbeit angehört und war wirklich begeistert. Obwohl es bei den Aufnahmen doch ziemlich viele Outtakes gegeben hat, wurde das super bearbeitet!!! Hört rein!!!

Liebe Grüße

Asya

Keine Angst vor BloodyMary

Am Mittwoch den 30.4. im Medienzentrum hatten wir viel Spaß.

Neben den üblichen Aufgaben haben wir versucht, ein indisches Lied zu singen. Ich durfte am Mittwoch ein indisches Lied von Miss Pooja singen, einer Punjabi Sängerin, und wir haben es aufgenommen.

Danach teilten wir uns in 2 Gruppen – eine Mädchengruppe und eine Burschengruppe.
Wir Mädchen machten eine „Horroraufnahme“.  Asya , Karina und ich haben gemeinsam gearbeitet.

Worum es in der Geschichte von Bloody Mary geht könnt ihr in Asyas Artikel lesen!
Wir 3 versuchten uns in die Geschichte hineinzuversetzen und bekamen selber tiersche Angst dabei. Es war richtig gruselig.

Wenn man ein Thema für das Radio umsetzt, dann muss man sich in das Hörspiel richtig hineinleben. Auch unser schauspielerisches Talent war gefordert, denn wir mussten natürlich auch Geräusche erzeugen und versuchen, nur mit Worten und diesen Geräuschen Spannung zu erzeugen.

Ob es uns gelungen ist??? – Hört doch mal rein ….
Eure Mandeep

Blade Mary: Eine Gruselgeschichte

Karin, Asya und Mandeep haben mit diesem Gruselhörspiel bewiesen, dass sie eine Geschichte entwickeln, sie akustisch verorten und auf einen Höhepunkt hinführen können. Das alles ist nicht so einfach, wie sie bei den Aufnahmen selbst festgestellt haben: Wie die Personen einführen, wie die Ortswechsel hörbar machen, wie die Geräusche einsetzen? Das alles sind Fragen, die ein großes Verständnis für Dramaturgie voraussetzen, auch aber ein Verständnis dafür, was mit dem Medium Radio möglich ist und was nicht.
Ausgangssituation war, dass einer etwas hört und die anderen nicht, bis auch die anderen es hören. ES. Was immer ES ist.
Asya hat das an Bloody Mary erinnert. Sie meinte damit aber nicht den Cocktail aus Wodka und Tomatensaft, sondern eine Gruselgeschichte, die von einer jungen Frau handelt, die in ihrem Hochzeitskleid von einem Unbekannten erstochen worden sein soll. In den Internetforen wird sie  zwar anders erzählt, aber in Wirklichkeit lehnt sich diese Geschichte an eine historische Person an, und zwar an Maria I aus dem Hause Tudor, auch „die Katholische“ genannt. Ihren Beinamen erhielt sie, weil sie durch über 300 Hinrichtungen ihre protestantischen Untertanen wieder zum „richtigen“ Glauben bekehren hat wollen.
Zurück aber zur Gruselgeschichte, die Asya, Karina und Mandeep entwickelt und in Szene gesetzt haben. Wir geben zu: Die Lehrerin und der Projektleiter haben ihnen dabei geholfen, aber nur ein bisschen.  Hört selbst!!!
Gleichzeitig haben die Buben gemeinsam mit Florian, unserem Workshopmoderator, einen Krimi mit der gleichen Ausgangslage entwickelt. Das geschah in einem anderen Raum. Während die Mädchen einfach drauflos spielten und Szene für Szene aus dem Stegreif entwickelten, ohne viel zu proben, gingen Stefan, Daniel und Zegi an ihre Geschichte mit Storyboard und einem Rohentwurf der Szenenfolge heran. Über die Schwierigkeiten, die dabei aufgetreten sind, hat Stefan ja schon berichtet. Vielleicht werden wir ihr Stück ja auch bald hören können.

Fragen an Herrn Haider vom Ministerium

Am Mittwoch besucht uns Herr Haider vom Ministerium. Er ist für alle Polytechnischen Schulen Österreichs zuständig. Wir haben uns zusammen mit unserem Projektleiter Helmut Hostnig und unserer Lehrerin, Frau Pranieß, eine Menge Fragen überlegt. Hier sind sie:

1)      Haben Sie angenehme Erinnerungen an ihre Schulzeit, Herr Haider?

2)      Welche Berufe haben Sie in unserem Alter angestrebt?

3)      Haben Sie mit 14 schon gewusst, was Sie werden wollen?

4)      Was sind die Voraussetzungen dafür, dass man ins Gymnasium gehen kann?

5)      Wo sehen Sie die Schwierigkeiten für uns Schüler und SchülerInnen mit Migrationshintergrund? Warum scheitern so viele an weiter führenden Schulen?

6)      Die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist am größten. Warum – glauben Sie – ist das so?

7)      Welche Aufgabenbereiche haben Sie derzeit?

8)      Wie viele Polytechnische Schulen gibt es in Wien und wie viele  Exposituren ?

9)      Jetzt wird diskutiert die Pflichtschulzeit auf ein Jahr zu verlängern. Wie stehen Sie dazu?

10)  Jetzt soll es bald ein Bildungsvolksbegehren geben. Unterstützen sie dieses?

11)  Glauben Sie, dass die Schule gut auf das Berufsleben vorbereitet?

12)  Ist das eine gute Idee, die Polytechnischen Lehrgänge zweijährig zu führen?

13)  Was halten Sie von der Einführung der mittleren Reife für Absolventen der Pflichtschule? Ist das nicht wieder ein Hindernis mehr für uns?

14)  Eine Studie hat ergeben, dass es für uns Pflichtschüler und Schülerinnen kaum eine Durchlässigkeit nach oben gibt. Nur 6 % von uns besuchen weiter führende höhere Schulen. Warum ist das so?

15)  Die Ausbilder in den Betrieben beklagen sich über das immer schlechter werdende Niveau der Schulabgänger. Was sagen Sie dazu?

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