Abschlussfest im Jugendzentrum

Wie auch letztes Jahr haben wir im Jugendzentrum in der Neustiftgasse von den Kids der RadioPoly2 Abschied genommen. Es gab Pizzen und Burger und zwei Videos, die für diesen Anlass vom Projektleiter erstellt und mit viel Beifall quittiert worden sind, zeigen sie doch blitzlichtartige Aufnahmen, die über das Jahr entstanden sind und wieder in Vergessenheit gerieten.
Udo Sommer vom Medienzentrum hat ein kleines Programm entwickelt, mit dem Gesichtsteile der TeilnehmerInnen von RadioPoly ausgetauscht werden konnten. Das hat natürlich Lachsalven ausgelöst.

Dann übergaben wir die vom bmukk, dem Medienzentrum und der Schule gestempelten und gefertigten Diplome.
Monja verriet uns, dass sie in der Spengergasse Aufnahme gefunden hat, die mit ihrer Teilnahme am RadioPolyprojekt begründet worden ist. Ein Mädchen hat sich für das PTS3 entschieden, weil es dort Radio gibt. Das allein schon sind tolle Erfolge.

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Dankeschön

Der größte Schritt ist der aus der Tür, sagt ein Sprichwort. Ein anderes: Was es ist und was es war, das wird uns erst beim Abschied klar. Ich will mich an dieses halten: Abschiede sind Tore in neue Welten. Auch für das vielstimmige RadioPoly, das ich mit Unterstützung von bmukk und Medienzentrum in Kooperation mit der PTS3 als Projektleiter zusammen mit Florian Danhel und Gabriela Pranieß aus der Taufe heben und zwei Jahre führen durfte. Sie werden es weiter führen und Jugendliche für gemeinsames Tun und kreatives Schaffen gewinnen. Sie werden nicht den gleichen Aufwand betreiben können, da sie mitten im Berufsleben stehen und auch noch eine Familie haben, aber sie werden das Projekt RadioPoly 3 mit der gleichen Begeisterung fortsetzen, die mich in meiner Arbeit mit den in vieler Hinsicht benachteiligten Jugendlichen angetrieben hat. Da bin ich mir sicher.

Nun darf ich Bilanz ziehen und mich bei allen bedanken, die unser Projekt begleitet und unterstützt und zu dem großen Erfolg geführt haben, der nach MLA 2011 und dem Medienpreis des Timelinefestivals in Brianza/Italien am 30.August mit dem Award of distinction im Rahmen des Prix Ars Electronica in Linz gekrönt wird.

Ein herzliches Dankeschön also an den Direktor der PTS3, Lukas Riener, der zusammen mit RnR Franz Haider, Gabriele Woldan und Karl Brousek in den Abteilungen des bmukk dieses medienpädagogische Vorhaben an seiner Schule ermöglicht hat.

Nicht vergessen will ich Anu Pöyskö, Udo Sommer und die anderen MitarbeiterInnen im Medienzentrum Wien, die uns ihre Räumlichkeiten und Ressourcen zur Verfügung gestellt und es uns jeden Mittwoch erlaubt haben, die Ruhe ihres Hauses zu „stören“. Ohne den selbstlosen Einsatz von Florian Danhel, der nicht nur der technische Assistent war, sondern weit über seine eingegangenen Verpflichtungen hinaus auch inhaltlich das Projekt mitgetragen hat, und das großartige Engagement meiner lieben Berufskollegin, Gabriela Pranieß von der PTS3, meinen kongenialen PartnerInnen also, wäre RadioPoly nie dieses Vorzeigeprojekt geworden, mit dem auch andere LehrerInnen bundesweit über ein an der PH-Wien abgehaltenes Seminar für die Radioarbeit gewonnen werden konnten.

Neben den LehrerInnen der PTS3, die mit ihren Wortspenden unsere Radiosendungen bereichert und das Radioprojekt wohlwollend begleitet haben, möchte ich an dieser Stelle auch den vielen Followern unseres Blogs danken. Mit bald 13000 weltweiten Klicks in knappen zwanzig Monaten – übrigens von deutschen Usern fast ebenso oft besucht wie von österreichischen, und mit prominenten Seiten verlinkt – nimmt er mittlerweile – statistisch gesehen – einen Spitzenplatz ein und beweist, dass es durchaus Sinn macht, ein medienpädagogisches Projekt auch über einen Blog zu dokumentieren.

Das allergrößte Dankeschön aber sei den Jugendlichen vorbehalten, jedem einzelnen von ihnen,  Sie strafen alle diejenigen Lügen, die der Ansicht sind, dass mit ihnen nichts anzufangen sei. Wer ihre Blogeinträge gelesen, wer den vielstimmigen und multikulturellen Chor gehört, die Radiobeiträge mitverfolgt, die kurzen Videoarbeiten gesehen hat, ist hoffentlich eines anderen belehrt worden oder weiß nun besser, was für ein kreatives Potenzial in ihnen allen schlummert, zu welcher Empathie sie fähig sind, zu welch tiefschürfenden Gedanken, zu welcher Lust am gemeinsamen Tun, wenn sie sich angenommen und verstanden wissen und man ihnen eine Stimme gibt.
Danke euch allen
Helmut.

Mittendrin und doch daneben! Eine Moritat

RadioPoly verabschiedet sich in diesem Schuljahr mit einer Moritat „Mittendrin und doch daneben“, die sehr entfernt an ein Gedicht von Max Kruse (Mein Glück) angelehnt ist. Der Text entstand nach Gesprächen mit Jugendlichen über ihre Wohn- und Lebenssituation. Aus der Audioarbeit wird noch ein Video entstehen, das wir zum Abschlussfest zeigen wollen.

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Die vier Jahreszeiten onomatopoetisch

Die vier Jahreszeiten sind ein Versuch mit Lautmalerei und dem Wort in den Wörtern. Allein im Wort „Herbst“ haben wir 6 Laute und Lautverknüpfungen gefunden, die allesamt eine Bedeutung haben. Aber hört selbst.

RadioPoly erhält Award of Distinction beim Prix Ars Electronica

Wieder hat RadioPoly einen Preis für seine aus der Radioarbeit entstandene Textvisualisierung „Bin Baum mit 2 Stämmen“ erhalten.  Diesmal den renommierten Award of Distinction in der Kategorie U19 Create your world, den wir am 31. August mit großer Freude entgegennehmen wollen.
675 Projekte, an denen 1751 Kinder und Jugendliche international beteiligt waren, wurden in dieser Kategorie eingereicht.
Hier zum Video 

Ein Guarani erzählt

Abschließende Gedanken zur vorläufig letzten Radiosendung von RadioPoly

Dem Team von RadioPoly ist es ein großes Anliegen, die Geschichten derer erzählen zu lassen, die vor kurzer Zeit erst oder vor wenigen Jahren nach Österreich gekommen sind, um hier eine neue Heimat zu suchen. Manche der 12 TeilnehmerInnen von RadioPoly sind hier geboren, haben aber auf Grund der Herkunft ihrer Eltern migrantischen Hintergrund. Alle aber sind sie Botschafter ihrer Integrationsbemühungen. Laut Austria Statistik haben in den Standorten der Wiener PTS 61 % der SchülerInenn den Status von Migranten und sind ein- oder sogar mehrsprachig. Interkulturelles Lernen muss daher integrativer Bestandteil von Unterricht und somit auch von Radioarbeit sein, wenn wir als LehrerInnen die bipolare Welt und Gefühlslage der uns anvertrauten Jugendlichen mit multiethnischer Herkunft verstehen wollen. Wohin der Hass auf alles Fremde und die Angst vor Multikulturalität führen kann, haben die rassistischen Übergriffe auf Romasiedlungen in Ungarn, Tschechien und Italien, die Mordserie der Neonazis in Deutschland, aber vor allem der Attentäter von Oslo vor wenigen Monaten gezeigt.  Auch in Österreich, dem ehemaligen Schmelztiegel vieler Völker, hat Fremdenhass Tradition und feiert nach wie vor in manchen Medien und an Stammtischen fröhliche Urständ. Dem gilt es zu wehren, indem wir die Vielfalt an Sprachen und Kulturen als eine Bereicherung begrüßen. Die Integration dieser Jugendlichen aus der zweiten Zuwanderergeneration in die österreichische Gesellschaft ist eine der zentralen Herausforderungen heute und für die Zukunft. Sie kann nur gelingen, wenn ihre Teilhabe am Bildungssystem und ihre Chancen am Arbeitsmarkt gewährleistet bleiben. Die Dropoutquote von Migranten in weiterführenden Schulen ist aber eine der höchsten in den OECD- Staaten, die Durchlässigkeit nach oben kaum gegeben. Von den arbeitslosen Jugendlichen in Wien haben 70% ausländische Wurzeln.
Die Jugendlichen in den PTS spüren, dass sie wenig Chancen haben. Alles, was wir in der Arbeit mit Jugendlichen tun können, ist ihnen zuzuhören und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie willkommen sind.
Radiomachen setzt Zuhören voraus. Es ist ein dialogischer Prozess und denkt den potentiellen Zuhörer schon bei der Sendungsgestaltung mit.  Vielleicht ist unser Zuhören schon viel, sicher aber ist es zu wenig, aber unsere Wertschätzung auf Augenhöhe  ist im Rahmen unserer Möglichkeiten das, was ihnen ein wenig den Frust zu kompensieren hilft, der sich in ihnen aufstaut.
Alan, der als Guarani im Dschungel von Paragauy aufgewachsen ist, erzählt uns seine Geschichte. Da sein Deutsch noch nicht so gut ist, erzählt er sie in der Amtssprache Paraguays, also auf Spanisch, obwohl Guarani eine eigene Sprache ist, die auch in den angrenzenden Nachbarländern von bis zu 7 Millionen Menschen gesprochen wird. Wörter wie Jaguar, Tapir, Ananas oder Maniok stammen aus dieser Sprache, für die es auf Youtube sogar einen Lernkurs gibt. Seine Mutter kam als Botschaftsangestellte über Madrid nach Wien und war 5 lange Jahre von ihrem Sohn getrennt. Mehr sei hier nicht verraten.

Plädoyer für eine Implementierung von Radio als Lernform

In den Beiträgen zur Medienpädagogik ist ein von mir verfasstes „Pädoyer für eine Implementierung von Radio als Lernform“ erschienen. In den Wochen nach Ostern wird RadioPoly auch in die Klassen der PTS 3 Meiselgasse gehen, um den SchülerInnen vor Ort unser Projekt vorzustellen, aber auch, um mit ihnen gemeinsam Radio zu machen. Sind schon neugierig, ob wir diese Nagelprobe bestehen.

Bedingungslose Liebe! Gibt es die?

Nach der hitzig geführten Debatte über Liebe im Allgemeinen und den Problemen, die Jugendlichen aus ihr entstehen können, besteht der zweite Radiobeitrag  aus zwei Fragestellungen.
1. Was ist emotionale Erpressung und nach welchem Muster läuft sie ab? und
2. Gibt es bedingungslose Liebe überhaupt?
Diesen zwei Fragen wird mit unterschiedlichen und dem Medium eigenen Mitteln nachgegangen. Es hat sich geradezu angeboten, Emo-Erpressung als Hörspiel zu inszenieren, da etliche Jugendliche mit dem Ausspruch „Wenn du mich wirklich gern hättest, dann würdest du…“ schon öfter konfrontiert waren. Dabei wissen sie sehr gut zwischen Erpressung, Manipulation und einer mit Druck arbeitenden Bitte zu unterscheiden und geben in Gesprächen auch zu, dass sie selbst oft nicht nur Opfer waren, sondern in ihren Beziehungen dieses Mittel eingesetzt haben, um gegen den Willen ihrer PartnerInnen – das können Geschwister oder FreundInnen sein – etwas zu erreichen. Jeder Satz, der mit der Möglichkeitsform II beginnt und noch ein „wirklich“ enthält, erzeugt Druck. Wärest du wirklich mein(e) Freund(in), dann würdest du jetzt …. Will man diesem Druck nicht nachgeben, erzeugt das wiederum Schuldgefühle. Wer sich nicht rechtzeitig zur Wehr setzt und immer wieder nachgibt, der wird sich am Ende fragen, warum er das alles mit sich geschehen hat lassen und den emotionalen ErpresserInnen das Recht eingeräumt hat, von ihnen nach ihren Vorstellungen gebogen und manchmal sogar gebrochen worden zu sein.

Monja hat ja in ihrem Beitrag darüber berichtet, was ihr Exfreund alles von ihr verlangt hat, bis sie mit ihm Schluss gemacht hat.

Im zweiten Teil des Radiobeitrags gingen die Kids von Radiopoly in Teams auf die Straße, um Passantenmeinungen zu einem Satz des chinesischen Philosophen Konfuzius einzuholen; Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer. Sie waren von den differenzierten Aussagen und vor allem von der Tatsache sehr beeindruckt, dass einige PassantInnen wussten, von wem der Spruch stammte und setzten sich dann auch in Gesprächen über das, was sie gehört hatten, inhaltlich auseinander. Dabei hatte es ihnen vor allem der Einwand einer Frau angetan, die gemeint hat, dass Liebe immer an Bedingungen geknüpft sei und sie sich zB. nicht vorstellen könne, mit einem Behinderten zusammen zu sein, außer er würde durch einen Unfall behindert sein, nachdem sie ihn kennen gelernt hatte.

So glaube ich durchaus, dass die wochenlange Auseinandersetzung mit diesen Themen, die ja in der Schule selten besprochen werden, ihre Einstellungen verändert oder sie zumindest für das sensibilisiert haben, was anfänglich wie eine harmlose Bitte daherkommt, sich aber später als der Beginn von emotionaler Erpressung erweist.

Stimmenimitator Wolf Frank zu Gast bei RadioPoly

Hier geht es zur Radiosendung: Stimmenimitation ist wie Bergsteigen!

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Am Mittwoch hat der bekannte Stimmenimitator und Allround-Unterhalter Wolf Frank  die Jugendlichen mit seinen Kostproben seines Talentes begeistert. Innerhalb weniger Minuten ist es ihm gelungen, die Gruppe mit kleinen Scherzen für sich zu gewinnen. Eine Stunde lang hat er sich für die vielen Fragen Zeit genommen und am Schluss sogar noch einen Werbejingle für RadioPoly mit ihnen entwickelt. Es war ein sehr gelungener Nachmittag und ich möchte mich als Projektleiter noch einmal auch an dieser Stelle herzlichst bei ihm für sein Entgegenkommen bedanken. So herzhaft gelacht haben wir schon lange nicht mehr.

Hier noch einmal alle Fragen, die ihm gestellt worden sind:

  1. Wie wird man Stimmenimitator?
  2. Wie geht man an eine Stimme heran? Wie kann man das üben?
  3. Was unterscheidet Stimmenimitation von Stimmenparodie?
  4. Wie „verbiegt“ man seine Stimme, um andere Stimmen nachzumachen?
  5. Haben Sie eine eigene Schulung/Ausbildung gebraucht dafür?
  6. Wann haben Sie gemerkt, dass Sie dieses Talent haben?
  7. Haben Sie Vorbilder, denen Sie nacheifern wollten?
  8. Wie lange (Zeit) hält man durch – wie lange dauert ein Programm?
  9. Welche Stimmen sind leicht, welche schwer, nachzumachen?
  10. Welche Unterschiede gibt es zwischen weiblichen, männlichen, Comic-Stimmen?
  11. Haben Sie Ihr Talent schon benutzt, um jemand im Spaß zu erschrecken – zu täuschen?
  12. Wann haben Sie beschlossen Ihr Talent zu Ihrem Beruf zu machen?
  13. Kann man auch Singstimmen imitieren?
  14. Ist es leichter Sprech- oder Singstimmen nachzumachen?
  15. Radio hat viel mit Stimme zu tun: Wie sehr beeinflusst ein Mikrofon die Stimme?
  16. Ist es mit Mikro leichter, oder schwerer, Stimmen nachzumachen?
  17. Kann man diese Kunst selbst erlernen – oder kann man das überhaupt lernen?
  18. Was heißt Synchronisieren und wie geht das?
  19. Sie imitieren Stimmen von Menschen aus Politik, Sport und Kultur. Bis auf die Sportler sind aber die ehemals Prominenten aus Politik und Kultur schon tot. Was tun sie mit einer Stimme, die nicht mehr gefragt ist?
  20. Können Sie auch die Stimme des Bundespräsidenten nachmachen?
  21. Was tun oder täten Sie, wenn die meisten Prominenten weiblich wären?
  22. Gibt es überhaupt weibliche Stimmenimitatorinnen?
  23. Was ist ein Allround-Entertainer? Sie sind Moderator, Kabarettist, Schauspieler, Liedermacher und Sänger. Was sind Sie am liebsten?
  24. Haben Sie Kinder? Sind Sie auch für sie ein Allround-Unterhalter?
  25. Wir machen gerade eine Sendung über Liebe. Können Sie uns ein österreichisches Liebeslied singen?
  26. Sie kommen ursprünglich aus Deutschland. Warum sind Sie in Österreich geblieben?
  27. Sie können verschiedene Dialekte. Können Sie uns eine Kostprobe geben?
  28. Sie machen auch Werbespots. Wie lange wird an einem Werbespot gearbeitet? Und wie viel verdienen Sie?
  29. Für welche Produkte werben Sie? Gibt es Produkte, für die Sie mit Ihrer Stimme nicht werben würden?
  30. Sie sind Obmann der Wienerlied –Vereinigung. Was fasziniert Sie am Wienerlied? Können Sie uns ein Beispiel nennen?
  31. Können Sie mit uns einen Werbespot für Radiopoly entwickeln?

Wenn du mich wirklich liebst, dann…

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Nach Mobbing und seinen Folgen haben wir – ausgehend von Konflikten in den Partnerschaften von SchülerInnen – begonnen, uns mit dem Thema  „Emotionale Erpressung“ zu beschäftigen. Das wollen wir diesmal nicht als gebauten Beitrag, sondern mit kleinen Hörspielen versuchen. Bei der Recherche im Internet bin ich auf einen Artikel der Onlineausgabe von BIBER -, gestoßen, einem lesenswerten Stadtmagazin, das direkt aus der multiethnischen Community heraus berichtet. Vesna B. beschreibt dort unter dem Titel: „Erpressung – Wenn du mich wirklich liebst…“den subtilen Psychoterror, den Partner manchmal in Beziehungen ausüben, indem Gefühle als Waffe eingesetzt werden und mit ihnen bewusst oder unbewusst gedroht wird. Diese Geschichte habe ich zum Anlass genommen, daraus ein Hörspiel zu entwickeln, das dem Alter und der Jugendsprache angepasst, genau diese Konfliktsituation behandelt. Auch die Jugendlichen selbst werden Geschichten aus ihrem Lebenshintergrund erzählen und sie in Szene setzen. Das ist sehr spannend, weil sie nun Erzähltes, Gelesenes oder Erlebtes in die Grammatik und Sprache des Hörfunks übersetzen müssen. Das geht nicht ohne Storyboard. Zuerst müssen wir die journalistischen W-Fragen beantworten. Wo spielt die Geschichte? Welche Geräusche/Atmos brauchen wir. Können wir sie selbst produzieren oder müssen wir sie in einem Soundarchiv suchen? Wer sind die handelnden Personen? Wie spricht man zB., wenn man sich schminkt? Wie kann man einen inneren Monolog hörbar mchen? Wir versuchen es mit Gedanken- und Sprechblasen. Braucht die Gschichte einen Erzähler? Auch hier greifen wir auf die Kunst des Erzählens in der Sprache der Comics zurück. Kann das funktionieren? Können wir das so machen wie in den Comics? Die ersten Ergebnisse sind ermutigend. Aber es braucht seine Zeit. Einen Text zu spielen ist was anderes wie einen Text zu lesen. Wir teilen uns in drei Gruppen. Jede erarbeitet ihr Hörspiel. Können wir die 6 Symptome emotionaler Erpressung:

1. Forderung
2. Widerstand
3. Druck
4. Drohung
5. Unterwerfung
6. Wiederholung?

auch mit radiophonen Mitteln dramaturgisch verdeutlichen?

Im Netz habe ich diesen Test gefunden. Wer sich näher mit emotionaler Erpressung auseinandersetzen will, kann dies unter folgender Seite tun:

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