Redewendungen mit Hören und Ohr

Jede Sprache ist reich an Redewendungen, Redensarten und Sprichwörtern. Da wir uns mit dem Thema „HÖREN“ beschäftigen, lag es nahe, auch unsere Sprache nach solchen abzuklopfen. Da kann einem HÖREN und SEHEN vergehen, so viele gibt es da. Viele verwenden wir fast täglich, manche sind für euch übersetzungsdürftig. Auf Anhieb weiß jemand, der nicht mit der deutschen Sprache als seiner Muttersprache aufgewachsen ist, mit der Wendung „jemandem die Löffel langziehen“ wenig anzufangen. Das setzt voraus, dass man die Synonyme, d.h. die sinnverwandten Wörter für das Wort „Ohr“ kennt. Aber auch dafür gibt es Onlinelexika, deren Gebrauch ich euch sehr empfehlen oder „ans Herz legen“ möchte, ohne euch auf den Ohren liegen zu wollen.  Von Ohrfeigen habt ihr gehört. Welchen Zusammenhang aber gibt es zwischen Ohr und Feige? Wenn ich jetzt schreibe, dass ich mich aufs Ohr hauen will, vermutet wohl keiner, dass ich so ein Depp bin und mir selber so weh tu, dass das Ohr nachher die Farbe einer reifen Feige hat. Bis über beide Ohren kann man verschuldet oder verliebt sein, auf beiden Ohren aber nur taub, wenn man etwas nicht hören will oder man hörbeeinträchtigt ist.  Meistens sind es Vorwortergänzungen im dritten oder vierten Fall und das macht den richtigen Gebrauch für euch, deren Muttersprache zB. polnisch, serbokroatisch oder türkisch ist,  so schwierig.  Heißt es: Schreib dir das hinter die Ohren oder hinter den Ohren? Das eine ist deutsch, das andere ist Nonsense, auch wenn ich weiß, was du meinst. Hinter den Ohren kann man nicht schreiben. Oder doch? Habs noch nicht probiert. Vielleicht weil ich noch feucht oder grün hinter den Ohren bin.

Wer also Redewendungen sucht, die mit Hören oder Ohren zu tun haben, kann ja weiter lesen.

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Wie ein Gerücht entsteht…

Was für eine tolle Gruppe, mit der ich das Glück habe, Radio machen zu dürfen. Wenn ich richtig gezählt habe, können wir mit 5 Zungen reden. Türkisch (Wiesel/Fatma), Kroatisch/Serbisch (Anita und Lorena), Polnisch (Daniel), Hindu und Pandschabi (Moni), Rumänsich (Zegi). Was für ein Schatz, den wir da gehoben und geborgen haben.

Wir haben uns darauf geeinigt, dass es in unserem ersten Beitrag ums Hören – Hinhören und Zuhören gehen soll. Wir wollen also das, was Radio ausmacht, zum Gegenstand unserer Auseinandersetzung machen: Was heißt eigentlich Hören, was bedeutet Hinhören und wie können wir den Unterschied zwischen Hören, Hinhören und Zuhören an Beispielen festmachen? Das wird uns nun sicherlich die nächsten Wochen beschäftigen. Eine Radiosendung übers Hören? Das ist doch fad, werdet ihr vielleicht denken. Wie viel Spaß es aber machen kann darüber nachzudenken, worin diese Unterschiede bestehen, habt ihr – hoffe ich – und die Fotos beweisen es, schon im ersten Workshop erfahren.

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Hören und Zuhören: Überlegungen

Bevor wir mit dem Projekt beginnen, möchte ich noch einmal festhalten, aus welchen Gründen es eine gute Entscheidung war, an ihm teilzunehmen.

Da uns ja nur ein Nchmittag und davon nur 3 Stunden zur Verfügung stehen, werde ich das im Blog verschriften, was mir durch den Kopf geht. Dazu ist der Blog ja da, dass wir unsere Arbeit dokumentieren, indem wir nicht nur beschreiben, was wir gerade machen, sondern auch, was wir dabei gelernt haben und wie wir es für uns nutzen können. Ich bitte dich daher dasselbe zu machen. Es soll ja mit Hilfe dieses Mediums ein Gedankenaustausch werden.

Deine Neugier ist geweckt. Das ist gut. Es ist wie in einen langen Gang hineinschauen und auf beiden Seiten Türen sehen, die man alle einmal öffnen will. Viele von ihnen hast du schon aufgemacht und dahinter Spannendes entdeckt. Neugier ist also ein Türöffner. Jetzt willst du eine neue Tür aufmachen und herausfinden, was es mit dem Radiomachen auf sich hat.

Jeden Tag hörst du Radio. Möglicherweise nur Sender, die deine Musik spielen, was schade ist, da es unendlich mehr gibt als Musik, was über die Ätherwellen transportiert werden kann. Außerdem: Hörst du wirklich zu? Oder ist es ein Hintergrundgeräusch? Etwas, das man nebenbei hört? Jetzt mal ehrlich: Wann hast du dich das letzte Mal zurück gelehnt und nur zugehört? Ich muss gestehen, dass mir das auch nur manchmal gelingt. Aber genau das ist zum Beispiel schon die erste Voraussetzung beim Radiomachen. Das Zuhören. Das ist gar nicht so einfach, wie sich das liest. Das weißt du aus dem Unterricht. Wo bist du mit deinen Gedanken, wenn der Lehrer spricht? Was dir durch den Kopf geht, hat meistens wenig mit dem zu tun, wovon gerade die Rede ist, stimmt’s? Konzentriertes Zuhören ist kein passiver Akt. Im Gegenteil: Versuchs mal. Wie lange hältst du das durch? Wann hörst du wirklich zu? Weiterlesen

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