Mobbing oder wenn die Gans zum Fuchs wird

Es ist so weit. Unser Radiobeitrag zum Thema „Mobbing“ ist fertig. Es ist ein spannender Mix aus vielen Zutaten geworden. Das Themenjingle macht den Bogen auf und eingebettet in die in der Schule durchgeführten Interviews wurden die ganz persönlichen Erfahrungen eines RadioPolymitglieds in eine Hörspielszene umgesetzt. Sowohl die Interviews als auch die Hörspielsequenz zeigen, wie souverän RadioPoly II schon Statements einholt, sich mit Antworten nicht begnügt, sondern nachfragt, oder sich auf das Spielen mit den radiophonen Mitteln einlässt. An dieser Stelle sei einmal mehr auch den LehrerInnen am Standort der PTS3 für ihre Wortspenden gedankt. Auch wenn es uns nicht wirklich gelungen ist, Ratschläge von professioneller Seite einzuholen und wir so nur die allgemeine Hilflosigkeit aufzeigen konnten, überzeugt die Sendung aber vielleicht dort, wo es um die weitreichenden Folgen von Mobbing oder Cybermobbing geht, die, wie auch die Interviewpartner bestätigen, bis zum Selbstmord gehen können.

Mobbing darf nicht sein!!!!!

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Wir haben in der Schule unsere MitschülerInnen und LehrerInnen zum Thema „MOBBING“ befragt und haben dabei sehr unterschiedliche Antworten bekommen.
Die einen wurden selbst schon gemobbt, die anderen haben selbst schon mal gemobbt.  Es waren  nur ganz wenig LehrerInnen, die uns ein Interview geben wollten. Vielleicht sind manche LehrerInnen nicht genügend über Mobbing informiert. Meiner Meinung nach sind viele blind in diesem Bereich!
Es sollte wirklich ein Thema für die ganze Schule sein, weil es werden immer noch viel zu viele Schüler gemobbt und es werden meistens genau die falschen SchülerInnen in Schutz genommen von den Lehrern!
Ein Schüler hat sogar behauptet, dass die Mobbing-Opfer selbst schuld sind, dass sie gemobbt werden und das ist nicht in Ordnung!
Ich spreche auch aus  eigener Erfahrung, dass genau die Falschen in Schutz genommen werden. Ich wurde selbst schon mal gemobbt, obwohl das eigentlich kein richtiges Mobbing war. Es geschah zwar regelmäßig, aber Mobbing muss über einen längeren Zeitraum (über min. ein halbes Jahr) stattfinden.  Aber mir haben die zwei Wochen auf einem Sommerlager genügt. Ich wurde anfänglich als Lügnerin hingestellt und es wurden hinter meinem Rücken falsche Behauptungen über mich verbreitet und es ist immer  schlimmer geworden! Erst nach einer Weile hat es aufgehört und auch nur, weil eine Aufsichtsperson eingeschritten ist. Ich habe mich nach dieser Zeit sehr verändert und habe mich sehr  zurück gezogen.  Ich fand früher sehr leicht Freunde und hatte Spaß dran, in der Öffentlichkeit lustig zu sein, aber danach hab ich immer mehr darüber nachgedacht, was andere über mich denken.  Erst seit ich ins Poly gehe, ist das eigentlich wieder da, aber  meine NEUEN Freunde haben mir wieder gezeigt, dass es völlig egal ist, was andere über mich denken. Die komplette Radiogruppe hat mir das wieder gezeigt und dafür möchte ich allen  sehr danken.
Ich will damit nur klar machen, dass, wenn man gute Freunde hat, die zu einem halten, die immer für einen da sind und dich nehmen, so wie du bist, Mobbing leichter zu ertragen ist.
Und den Mobbing-Tätern möchte ich auch noch etwas sagen: HÖRT AUF DAMIT!!!
Es ist NICHTS Gutes dabei jemanden zu schaden. Wollt ihr wirklich daran Schuld sein, dass sich ein Mensch umbringt, nicht mehr Leben will oder sich einfach so sehr zurück zieht, dass sie  sich in ihre Zimmer einsperren und nur noch in ihrer eigenen Welt leben? Ich hoffe nicht.

Deswegen setze ich mich für die Mobbing-Opfer ein und möchte den Tätern klar machen, dass es nicht gut ist einen Menschen so sehr zu quälen!!!

Liebe Grüße, Monja

P.S. Ich hoffe, dass es etwas bringt, dass wir uns so sehr einsetzen und so viel Initiative zeigen!!!!

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Interventionskonzepte gegen Mobbing in der Schule

Da wir uns gerade mit Mobbing, Cyber-Mobbing, Bullying und Happy Slapping beschäftigen, -Phänomene, die an österreichischen Schulen weiter verbreitet sein dürften als im Vergleich mit 33 anderen Mitgliedsländern der OECD und in einschlägigen Publikationen als Prozess  der systematischen Ausgrenzung und Erniedrigung eines  Menschen definiert werden -, haben wir intensive Internetrecherche zum Thema betrieben.
Auffällt, dass diesem Thema  in Deutschland wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als in Österreich, was sich u.a. auch in der Tatsache niederschlägt, dass es trotz einer Bürgerinitiative noch kein Anti-Mobbing-Gesetz gibt. In Deutschlands Schulen gibt es einen Anti-Mobbing Koffer, Informationsbroschüren, Anti-Mobbing-Fibeln und Interventionskonzepte für LehrerInnen und SchulleiterInnen.
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Radio als gruppendynamischer Prozess

Themen finden wir in der täglichen Interaktion mit den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen, wenn wir ihnen zuhören. Wenn es aber Lehrplaninhalte sein müssen, dann werden wir versuchen, sie so aufzubereiten, dass gerade die Schreibschwachen einen Mehrwert haben. Das geschieht vor allem, indem wir versuchen, diese Inhalte auf ihre Lebenswirklichkeit herunter zu brechen. So könnte zB. das Thema (Cyber)Mobbing oder neusprachlich Dissen (aus dem Battle-Rap stammend auch Bullying) in seiner radiophonen Aufarbeitung für den Deutschlehrer durchaus gleichwertig mit einer schriftlichen Schularbeit sein und beurteilt werden, wenn Noten denn sein müssen.

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Ein Mädchen – nennen wir es Laura – besucht die 9. Schulstufe. Es erzählt MitschülerInnen in der Pause, wie es auf einem Sommerlager von einem anderen Mädchen – nennen wir es Deborah – „gemobbt“ wurde. Ich höre zufällig mit und beschließe, diese Geschichte bei nächster Gelegenheit mit verteilten Rollen nachspielen zu lassen. Es geht also um Dramatisierung einer Geschichte mit medienspezifischen Mitteln. Das macht nicht nur großen Spaß, sondern wir lernen ohne es zu wissen, Doch falls uns bewusst werden sollte, dass wir lernen, tun wir es aus eigenem Antrieb, weil wir mehr über Mobbing, seine Ursachen, seine Folgen und mehr über Strategien erfahren wollen, wie Mobbing im System Schule stattfindet, wie es verhindert oder wie damit umgangen werden kann. Steht das im Lehrplan? Nein. Oder vielleicht doch? Wird nicht auch soziale Kompetenz als Bildungsauftrag von uns PädagogInnen eingefordert? Ist Medienbildung vielleicht auch Persönlichkeitsbildung? Selbstverständlich. Wer immer sich auf ein Medienprojekt eingelassen hat, wird bestätigen, dass es auch gruppendynamische Prozesse in Gang setzt, die emotionales Lernen möglich machen oder soziale Kompetenz vermitteln. Weiterlesen

RadioPoly in der Schule: Naomi und April

Wir sind heute in der Schule, weil das Medienzentrum ausgebucht war,  aber es ist nicht so schlimm. Unsere Lehrerin, die Frau Pranieß, hat sogar ein coole Jause vorbereitet.

Alsoooo heute geht es um das Thema Mobbing. Eigentlich haben wir schon letzten Mittwoch damit begonnen, weil uns Laura (Name von Redaktion geändert) ihre Geschichte vom Sommerlager erzählt hat.  Wir nennen sie Laura, um sie zu schützen, damit ihr Solches nicht auch noch in der Schule passiert.   Diese Geschichte spielen wir jetzt nach. Die Lehrerin hat heute die Heimleiterin gespielt und der Flo war ein Vater. Wir recherchieren viel im Internet über Mobbing und  sitzen jetzt gerade im Edv- Raum.  Jaaa, bis jetzt war es voll chillig, aber wir sind noch nicht fertig.  Wir überlegen uns gerade Fragen  für Interwiews mir Lehrern/innen und Schüler/innen, die wir bis nächsten Mittwoch durchführen wollen.   Ich hab mir auch Videos  zum Thema  angeschaut. Das, was ich gerade gesehen habe, hat mich ziemlich schockiert.  Mir hat das Mädchen echt leid getan. Das Schlimme ist, dass es jeden treffen kann. Aber eines habe ich heute gelernt: Nicht alles ist Mobbing. Auch die Dauer, wo einer ein Mobbingopfer ist, spielt eine Rolle. Ein halbes Jahr mindestens muss jemand das Opfer von solchen Demütigungen sein, hab ich gelesen. Erst dann kann  man von Mobbing sprechen.
Ich habe mir dieses Video angeschaut, das auch in der Schule gemacht worden ist!

Naomiiiiiii

Hallo ich bin’s,  April 🙂 Helmut hat mir seinen Hut geborgt.

Mobbing ist eine ganz schlimme Sache und ich würde es sogar meinem schlimmsten Feind nicht wünschen !!!!

Eine Schulkollegin ist immer wieder als Zwergin beschimpft worden, weil sie klein war und alle haben sie immer ausgelacht. Niemand hat mit ihr geredet und wenn sie nur aufgezeigt hat, haben sie gesagt: Willst dich einschleimen?  Das ist ein halbes  Jahr lang so gegangen!!!!

Sie hat das alles nicht verkraften können und ist dann umgezogen …. Auch ich hab nichts für sie tun können.

Ich hoffe, dass mir das nie passiert 🙂

Das war’s von mir 😀

LG Aprill xoxo *

Fragebogen zum Thema Mobbing von Monja und Philipp

Wir bearbeiten gerade das Thema Mobbing und wollen dazu den SchülerInnen und LehrerInnen getrennt Fragen stellen:

Fragen, die wir den SchülerInnen stellen wollen:
1. Bist du schon einmal gemobbt worden?
2. Wirst du zur Zeit schikaniert?
3. Wirst du dabei beschimpft?
4. Wirst du von Freundschaften ausgeschlossen?
5. Wird dabei Gewalt angewendet? (schlagen, stoßen, boxen, schubsen)?
6. Hat jemand gedroht, dir wehzutun?
7. Wurdest du wegen deiner Hautfarbe, Rasse oder Religion gemobbt?
8. Handelte es sich bei den Tätern um Schüler in deinem Alter oder waren sie älter oder jünger?
9. Hast du mit irgendjemandem darüber gesprochen? Hast du es einem Freund oder einer Freundin erzählt?
Hast du es einem Lehrer / einer Lehrerin erzählt?
Hast du es deinen Eltern erzählt?
14. Wenn du gemobbt wirst, ist es dann so schlimm, dass du manchmal nicht zur Schule gehst?
15. Hat das Mobbing aufgehört?
16. Wenn es besser geworden ist, warum wohl?
17. Wenn es schlimmer geworden ist, warum wohl?
18. An welchem Ort wurdest du schikaniert?
19. Gibt es in unserer Schule unsichere Orte?
20. Wann kann in unserer Schule Mobbing am ehesten passieren?
21. Hast du schon einmal beobachtet, dass ein anderer Schüler/eine andere Schülerin schikaniert wurde?
22. Hast du jemals einen anderen gemobbt?
23. Wenn ja, warum hast du es getan?

Fragen, die ich gerne den LehrerInnen stellen würde:

1. Was verstehen Sie unter Mobbing?
2. Kennen Sie die Folgen von Mobbing?
3. Wie kann man als LehrerIn dahinter kommen, dass in der Klasse gemobbt wird?

LG Monja 🙂 ❤

Ich werde den MitschülerInnen folgende Fragen stellen:

Warum wird gemobbt ?

Wie kommt man aus so einer Mobbingsituation wieder heraus  ?
Wie würdest du helfen, wenn in deiner Klasse jemand gemobbt würde ?
Was würdest du machen, wenn
du gemobbt wirst ?
Was würdest du machen, wenn du merkst, dass jemand in der Schule gemobbt wird ?

euer Philipp

Gedanken von Marko und Bolenge zum Thema Mobbing

Ich möchte hier zusammenfassen, was ich zum Thema Mobbing im Internet gefunden habe:

Mobbing ist eine Art, wie man Leute in seinem Umkreis durch psychischn und physische Gewalt verletzt. Mobbing am Arbeitsplatz ist ein Beispiel dafür, dass auch Erwachsene ihre Kollegen oft nicht respektieren. Mobbing am Arbeitsplatz oder in der Schule ist ein Grund, dass Leute Selbstmord begehen.
Wie können wir „Mobber“  aufhalten?
Mobbingopfer können sich oft nicht wehren und haben kein Selbstbewusstsein.  Auch in den Schulen  werden andauernd Kinder oder Jugendliche, die sich kaum wehren können, wegen des Aussehens gemobbt.  Die Mobbingopfer haben meistens eine andere Hautfarbe oder sind zB übergewichtig. Aber jeder kann ein Mobbingopfer werden ganz unabhängig davon.
Nur weinige wissen, wie man sich aus Mobbing Aktionen retten kann.
Hier ein paar Tipps, die ich gut finde :
Einen eigenen Freundeskreis gründen, der nichts mit dem Mobbing-Anstifter zu tun hat.
Sofort den Lehrern oder LehrerInnen melden, denen  man am meisten vertraut.
Die Leute auffordern aufzuhören.

Marko

Ich bin neu in der Gruppe und heiße Bolenge. Ich habe mir dieses Video zum Thema angeschaut und mir diese Fragen gestellt:

Aus welchen Gründen wird überhaupt gemobbt ??!

Was soll ich tun, wenn ich Mobbing beobachte ??!

Was bringt Leute dazu, so etwas Gemeines überhaupt zu tun ??!

Liebe Grüße Bolenge (: ..

Wichtiges zum Thema Mobbing von Vanessa

Wir beschäftigen uns gerade mit dem Thema Mobbing, weil eine von uns aus Radiopoly eine Geschichte erzählt hat, die ihr auf einem Sommerlager passiert ist. Deswegen wollen wir jetzt genauer wissen, was „to mob“ eigentlich bedeutet und welche Ursachen und Folgen es hat. Dazu haben wir ein bisschen im Internet recherchiert. Ich habe mir das Wichtigste aus den Seiten, die ich zu diesem Thema gegoogelt habe, herausgelesen und kopiere das nun in den Blog.

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Danke und erholsame Weihnachtsferien

Noch ist die Radiosendung zum Thema nicht fertig. Wenn es aber klappt, wird der tolle Stimmenimitator Wolf Frank demnächst in unser Studio kommen und sich den Fragen der Radiopolygruppe stellen. Frau Pranieß wird in der Zwischenzeit eine Logopädin suchen, die wir zu Stimmbehinderungen und den Therapiemöglichkeiten befragen wollen. Es liegt also noch ziemlich viel Arbeit vor uns, damit das eine runde Sache wird und wir das Thema „Stimme“ von allen Seiten beleuchtet haben.

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Letzten Mittwoch wurde die Gruppe in Paare aufgeteilt und jedes Paar hat den Auftrag erhalten, eine kleine Geschichte zu unterschiedlichen Gefühlslagen zu erzählen. Dabei haben sich April und Monja ganz besonders hervorgetan, aber auch die anderen haben erstaunliche Kreativität bewiesen.
Zum heißen Stuhl sind wir diesmal gar nicht gekommen, weil eine heiße Debatte über Eifersucht und Vertrauen entstanden ist: Eine Diskussion, die wieder in ein Radioprojekt münden könnte. Vielleicht aber könnte auch Mobbing in der Schule ein Thema sein: Ein brandheißes Thema übrigens, wie letzte Studien zeigen.

Ich möchte mich ein letztes Mal im alten Jahr nicht nur bei den UnterstützerInnen dieses Projektes bedanken, sondern vor allem bei den TeilnehmerInnen, die uns ihr Vertrauen schenken und uns ein großes Fenster öffnen in die Zimmer ihrer Lebenswirklichkeiten.

Übrigens: Wer eine lustige Weihnachtssendung hören will, die ich noch als aktiver Lehrer mit Hauptschulkindern gemacht habe, möge auf unser Archiv gehen.

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