RadioPoly leitet bundesweites PTS-Seminar auf der PH-Wien

Das BMUKK hat RadioPoly als Pilotprojekt für die bundesweite Implementierung von Radio in den Standorten der PTS  mit der Aufgabe betraut, ein Seminar auf der PH-Wien zum Thema „Einführung in die praktische  Radioarbeit an der PTS“ abzuhalten. 11 engagierte LehrerInnen aus 5 Bundesländern haben sich zu diesem Seminar eingefunden und  wollten wissen, wie sie mit ihren SchülerInnen Radio machen können.

Radio als gruppendynamischer Prozess

Themen finden wir in der täglichen Interaktion mit den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen, wenn wir ihnen zuhören. Wenn es aber Lehrplaninhalte sein müssen, dann werden wir versuchen, sie so aufzubereiten, dass gerade die Schreibschwachen einen Mehrwert haben. Das geschieht vor allem, indem wir versuchen, diese Inhalte auf ihre Lebenswirklichkeit herunter zu brechen. So könnte zB. das Thema (Cyber)Mobbing oder neusprachlich Dissen (aus dem Battle-Rap stammend auch Bullying) in seiner radiophonen Aufarbeitung für den Deutschlehrer durchaus gleichwertig mit einer schriftlichen Schularbeit sein und beurteilt werden, wenn Noten denn sein müssen.

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Ein Mädchen – nennen wir es Laura – besucht die 9. Schulstufe. Es erzählt MitschülerInnen in der Pause, wie es auf einem Sommerlager von einem anderen Mädchen – nennen wir es Deborah – „gemobbt“ wurde. Ich höre zufällig mit und beschließe, diese Geschichte bei nächster Gelegenheit mit verteilten Rollen nachspielen zu lassen. Es geht also um Dramatisierung einer Geschichte mit medienspezifischen Mitteln. Das macht nicht nur großen Spaß, sondern wir lernen ohne es zu wissen, Doch falls uns bewusst werden sollte, dass wir lernen, tun wir es aus eigenem Antrieb, weil wir mehr über Mobbing, seine Ursachen, seine Folgen und mehr über Strategien erfahren wollen, wie Mobbing im System Schule stattfindet, wie es verhindert oder wie damit umgangen werden kann. Steht das im Lehrplan? Nein. Oder vielleicht doch? Wird nicht auch soziale Kompetenz als Bildungsauftrag von uns PädagogInnen eingefordert? Ist Medienbildung vielleicht auch Persönlichkeitsbildung? Selbstverständlich. Wer immer sich auf ein Medienprojekt eingelassen hat, wird bestätigen, dass es auch gruppendynamische Prozesse in Gang setzt, die emotionales Lernen möglich machen oder soziale Kompetenz vermitteln. Weiterlesen

Hören und Zuhören: Überlegungen

Bevor wir mit dem Projekt beginnen, möchte ich noch einmal festhalten, aus welchen Gründen es eine gute Entscheidung war, an ihm teilzunehmen.

Da uns ja nur ein Nchmittag und davon nur 3 Stunden zur Verfügung stehen, werde ich das im Blog verschriften, was mir durch den Kopf geht. Dazu ist der Blog ja da, dass wir unsere Arbeit dokumentieren, indem wir nicht nur beschreiben, was wir gerade machen, sondern auch, was wir dabei gelernt haben und wie wir es für uns nutzen können. Ich bitte dich daher dasselbe zu machen. Es soll ja mit Hilfe dieses Mediums ein Gedankenaustausch werden.

Deine Neugier ist geweckt. Das ist gut. Es ist wie in einen langen Gang hineinschauen und auf beiden Seiten Türen sehen, die man alle einmal öffnen will. Viele von ihnen hast du schon aufgemacht und dahinter Spannendes entdeckt. Neugier ist also ein Türöffner. Jetzt willst du eine neue Tür aufmachen und herausfinden, was es mit dem Radiomachen auf sich hat.

Jeden Tag hörst du Radio. Möglicherweise nur Sender, die deine Musik spielen, was schade ist, da es unendlich mehr gibt als Musik, was über die Ätherwellen transportiert werden kann. Außerdem: Hörst du wirklich zu? Oder ist es ein Hintergrundgeräusch? Etwas, das man nebenbei hört? Jetzt mal ehrlich: Wann hast du dich das letzte Mal zurück gelehnt und nur zugehört? Ich muss gestehen, dass mir das auch nur manchmal gelingt. Aber genau das ist zum Beispiel schon die erste Voraussetzung beim Radiomachen. Das Zuhören. Das ist gar nicht so einfach, wie sich das liest. Das weißt du aus dem Unterricht. Wo bist du mit deinen Gedanken, wenn der Lehrer spricht? Was dir durch den Kopf geht, hat meistens wenig mit dem zu tun, wovon gerade die Rede ist, stimmt’s? Konzentriertes Zuhören ist kein passiver Akt. Im Gegenteil: Versuchs mal. Wie lange hältst du das durch? Wann hörst du wirklich zu? Weiterlesen

Hello world!

Noch ist das Weblog eine Baustelle. Wird sich aber schnell ändern, wenn im November das Pilotprojekt „Radiopoly“ beginnt.

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