Stimme und Stimmung

Pünktlich mit Jahresbeginn ist sie fertig, unsere erste Radiosendung. Letztes Jahr haben wir uns mit dem Hören beschäftigt, .in den letzten Monaten intensiv mit der Stimme.  Beides: Hören und Stimme gehören zur Produktion von Radio. Die Teilnehmer der Radiogruppe haben dabei nicht nur erfahren, wie Stimme entsteht und wie sie darüber entscheidet – mehr noch als das, was wir mit ihrer Hilfe sagen -, ob uns Sympathie entgegen schlägt oder nicht, sie haben auch festgestellt, was alles wir mit diesem Instrument anstellen können. Die Sendung ist aus etlichen Modulen entstanden. Unter anderem haben wir auch die LehrerInnen interviewt, deren Beruf unmittelbar und direkt von der Stimme abhängt.

Die Mädchen beweisen, wie wunderschön sie singen können. Die Liedtexte kennen sie  in ihren heimischen Sprachen auswendig. So hören wir Lingala, türkisch und indisch.  Dass jede Stimme ihren eigenen Klangcharakter hat, und in Zukunft wohl Stimmerkennung die geschriebenen Passwörter ersetzen wird, sei nur nebenbei erwähnt. Wir werden mit den Stimmübungen weiter machen und mit der Einladung eines Stimmenimitators und/oder einer SprachheilerIn/LogopädIn noch weitere Sendungen zum Thema „Stimme“ produzieren.

Vokale: Unser tönendes Selbst

Die Stimme prägt entscheidend das Bild unserer Persönlichkeit. Sie ist unser akustischer Fingerabdruck. „Sie gibt in Sekundenbruchteilen Auskunft über Alter, Geschlecht und Kulturraum eines Menschen. Die Stimme kann viel bewirken, Positives wie Negatives: Sie kann Aufmerksamkeit erregen und Glaubwürdigkeit erzeugen, sie hat einen wesentlichen Einfluss darauf, ob uns ein Mensch sympathisch ist oder nicht, sie kann aber auch Unsicherheit und Beklemmung widerspiegeln und Ablehnung hervorrufen.“

Da Stimme unabdingbare Voraussetzung fürs Radiomachen ist, lag es nahe, sich mit ihr zu beschäftigen. In unserem Hörbeitrag geht es um die Vokale. Sie bringen unser Selbst zum Tönen. Darum heißen sie auch so. Um Trauer, Wut, Schmerz, Freude auszudrücken, genügen Selbstlaute. Bei diesen kommt es darauf an, ob sie angehaucht sind oder das stimmhafte h oder ch erst nach dem Vokal gebildet wird.  Wenn man Hu, He, Hü, Ha, Ho, Hu mit Ih, weh, ach, oh, uh vergleicht, drückt der vorangehende Hauch Aktivität und Fröhlichsein aus, während der nachgeschleppte Schmerz, Unzufriedenheit, Passivität zum Ausdruck birngt. Mit den Mitlauten, d.h. den Konsonanten, ahmen wir die Natur nach. Darum nennt man sie auch Naturlaute. Aus pfeiffenden Lauten PFFwird piff, paff, puff, aus dem röchelnden RRR wird scharr, schnarr, schnurr, schnarch, d.h.  mit Hilfe der Mitlaute können wir  Gurren, Scharren, klirren, scheppern usw. Radiopoly spürt diesen Lauten nach und produziert sie selbst.
Natürlich interessieren wir uns auch für die Redewendungen mit Stimme

Wer sich über Funktion der Stimme in der Kommunikation informieren will, ist mit diesem Artikel gut bedient.

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